HAHN DANKT PATIENTENANWALTSCHAFT FÜR IHRE DIENSTE

Verschuldensunabhängige Patientenentschädigung ab kommendem Jahr

Wien (ÖVP-Klub) - Lob für die Tätigkeit des Patienten-
anwaltes und seiner Mitarbeiter fand der ÖVP-Abgeordnete Dr. Johannes Hahn in der heutigen Debatte des Berichtes des Pati-entenanwaltes im Wiener Landtag: "Ich finde es großartig, daß
in Zeiten, in denen Menschen immer älter werden, jemand mit 70
noch eine so verantwortungsvolle Tätigkeit so rege ausübt wie Patientenanwalt Dr. Viktor Pickl", stellte Hahn fest. "Ich habe
in den vergangenen Jahren öfters Fälle an den Patientenanwalt herangetragen. In jedem Fall haben die Mitarbeiterinnen des Patientenanwaltes sehr autonom gearbeitet." *****

Der Bericht für 1995 weise eine Reihe neuer Empfehlungen auf,
die für die Abgeordneten Arbeitsaufträge sind. Hahn nannte in diesem Zusammenhang die Bereiche: mehr Rechtsschutz für Kran-kenhauspatienten und Pflegeheimbewohner, die Fortbildung der
Ärzte in Medizinrecht, die Aufnahme von Begleitpersonen in den Spitälern und die Schaffung eines Krankenbeförderungsverbundes,
um effizienter und kostengünstiger arbeiten zu können.

Die neue Wiener Stadtregierung hat ein Wiener Modell für ver-schuldensunabhängige Patientenentschädigung entwickelt, das ab
dem kommenden Jahr in die Tat umgesetzt wird. Auf diese Weise
sollen objektiv erkennbare Schäden, die aber keinem subjektiven Fehlverhalten zuordenbar sind, bis zu einer Summe von 300.000 Schilling abgegolten werden. "Die Realisierung dieses Modells
zeigt den Handlungs- und Gestaltungswillen der Koalition, und
ich bin stolz darauf, daß wir das in so kurzer Zeit hingekriegt haben", zeigte sich Hahn zufrieden. Die Weiterentwicklung die-
ses Modells müsse dazu führen, daß in einem ersten Schritt
nicht nur die Spitäler der Stadt Wien, sondern alle Wiener Spi-täler sich diesem Modell anschließen. Endziel sei eine ein-schlägige Regelung für ganz Österreich und in der Folge für die ganze EU.

Hahn schloß: "Es freut mich, daß die Frau Landtagspräsidentin
dem Patientenanwalt die Möglichkeit gegeben hat, zu seinem
Bericht Stellung zu nehmen. Das ist eine neue Dimension in der Debattenkultur dieses Hauses."

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