WK Salzburg/Vollversammlung Voranschlag für 1998 einstimmig angenommen - Wirtschaftsleitbild des Landes Salzburg geht in die Umsetzung

Salzburgs Wirtschaft soll wieder an Dynamik gewinnen

Salzburg (OTS) - "Unser gemeinsames Ziel ist es, Salzburgs Wirtschaft wieder auf die Überholspur zu bringen". Dies stellte Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Arno Gasteiger am Donnerstag nachmittag in seiner Festrede vor der Vollversammlung der Wirtschaftskammer Salzburg fest. Der Wirtschaftsreferent der Landesregierung stellte dabei den Spitzender Salzburger Wirtschaft das neue Wirtschaftsleitbild des LandesSalzburg vor. Mit einer Fülle von Maßnahmen, die von der Entbürokratisierung bis zur Wirtschaftsförderung und Kampagnen fürmehr Unternehmensgründer reichen, soll Salzburgs Wirtschaft wieder an Dynamik gewinnen. Der beste Maßnahmenkatalog nütze aber nichts, wenn er nicht verwirklicht werde, sagte Gasteiger. Die Salzburger Landesregierung werde deshalb am 16. 12. die notwendigen Umsetzungsmaßnahmen beraten und in die Wege leiten, kündigte Gasteiger an. Einige Projekte, die im Leitbild vorgeschlagen werden, sind bereits imlaufen. So wird die neue Standortagentur, die sich um Betriebsansiedlungund Standortwerbung kümmern wird, demnächst ihre Arbeit offiziell aufnehmen. Dabei werde auch die Stadt Salzburg eingebunden, die nichteine eigene Agentur beschäftigen, sondern sich der Dienste der Standortagentur im Techno-Z bedienen wird, berichtete Gasteiger.

Duales System darf nicht ausgehöhlt werden Zu Fragen der Lehrlingsausbildung und der Infrastrukturpolitik in Salzburg nahm Wirtschaftskammerpräsident Dr. Günter Puttinger Stellung. Zwar seien mit dem Lehrlingspaket 1997 einige Forderungen der Wirtschaft erfüllt worden, für 1998 werde aber ein neuer Anlauf für die Lösung der anstehenden Probleme notwendig sein. Puttinger wandte sich gegen hochsubventionierte Lehrwerkstätten und die sog. "triale Ausbildung":
"Kein verschultes System kann die Qualität der Ausbildung im Betrieb ersetzen", warnte der Salzburger WK-Präsidentvor der Aushöhlung des bewährten dualen Systems. Die Mittel des AMS für Lehrwerkstätten könnten weit wirksamer eingesetzt werden, wenn sie den klein- und mittelständischen Ausbildungsbetrieben zur Verfügung gestellt würden. Gerade diese sichern noch immer die meisten Ausbildungsplätze und Lehrstellen. WK-Präsident Dr. Puttinger: "Viel zu selten holt man diese Unternehmer vor den Vorhang. Lieber beschäftigt man sich mit Hot-Lines und billigen PR-Gags". Puttinger sagte in der Vollversammlung Unterstützung für die Forderungen der Sektion Gewerbe und Handwerk zu. SektionsobmannHanspeter Lugstein verlangte die Schaffung einer Grundlehre oder Anlehre, die leichtere Auflösung von Lehrverträgen, die Verlängerung der Probezeit und eine Senkung der Behaltefrist. Ebenso sei die schnellere Entwicklung von Lehrberufen unabdingbar. "Privatisierung soll nur dort stattfinden, wo dies sinnvoll ist", stellte der Salzburger Wirtschaftskammerpräsident zu den Bestrebungen des Finanzministers fest, den Bundesanteil am Salzburg Airport zusammen mit anderen Bundesländerflughäfen an die ÖIAG zu übertragen. Zwar sei laut Aussagen Edlingers eine Privatisierung zunächst nichtgeplant, doch auch nicht auszuschließen. Eine Privatisierung des Flughafens komme für die Salzburger Wirtschaft nicht in Frage, sagte Puttinger. Der Flughafen dürfe nicht in den Besitz einer dominierenden Fluggesellschaft oder eines anderen großen benachbarten Flughafens gelangen. Die Salzburger Wirtschaft könne nicht hinnehmen, daß der Salzburg Airport möglicherweise seine Position als zweitgrößter Flughafen Österreichs und seine hervorragende Drehkreuzfunktion verliert, indem er etwa als bloßer Zubringerflughafen für Wien oderMünchen degradiert werde.

Kammerbudget 1998 einstimmig angenommen Einstimmig wurde in der Vollversammlung das Budget der Wirtschaftskammer Salzburg - vorgelegt vom Finanzreferenten der Wirtschaftskammer, Vizepräsident Dipl.-Ing. Augustin Heuberger - für das Jahr 1998 beschlossen. Trotz der gedämpften Einnahmenerwartung ist es durchkonsequente Sparmaßnahmen gelungen, auch für 1998 ein ausgeglichenes Budget vorzulegen. Der Voranschlag weist für das kommende Jahr ein Gesamterfordernis von 325,6 Mill. S aus, was eine formelle Ausweitungvon 3,03% bedeutet. Unter Berücksichtigung der notwendigen vermehrten Zuführung an einzelne Rücklagen bewegt sich die reale Budgetausweitung bei 1,45% und damit in einem sehr sparsamen Rahmen. Mitdem Voranschlag 1997 wurde die Grundlage geschaffen, die WK-Bezirksstelle Hallein zeitgerecht bis Mitte des kommenden Jahresfertigzustellen und die technische Modernisierung des WIFI-Schulungsbereiches und der EDV-und Kommunikationstechnik in derWirtschaftskammer insgesamt zu sichern.

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