WAWRA FORDERT MASSNAHMENPAKET GEGEN ALKOHOL AM STEUER

Wien (ÖVP-Klub) - Mit dem Alkohol als Verursacher von Ver-kehrsunfällen beschäftigte sich der ÖVP-Abgeordnete Dr. Oskar Wawra in der heutigen Verkehrssicherheitsdebatte des Wiener Landtages. "Auch ich überzeugt davon, daß eine Senkung des Al-kohollimits von 0,8 auf 0,5 Promille zur Verkehrssicherheit beitragen kann. Man sollte aber nicht so naiv sein zu glauben,
daß mit einer Senkung des Alkohollimits alleine viel gewonnen
ist", warnte Wawra. *****

96 Prozent aller Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel ist, ge-schehen bei einem viel höheren Alkoholisierungsgrad: Der Mit-telwert liegt bei 1,6 Promille. "Da hilft weder ein Limit von
0,8 noch von 0,5 Promille", konstatierte Wawra. Daher seien
auch Schuldzuweisungen, wie GA-Klubobmann Chorherr sie vorge-
nommen hat, abzulehnen.

Um dem Problem "Alkohol am Steuer" effizient zu begegnen, müsse
ein ganzes Bündel von Maßnahmen verwirklicht werden. Neben der Senkung des Alkohollimits gehören dazu schärfere Kontrollen und höhere Strafen, forderte Wawra. "Derzeit wird nur jeder 1000. Alkoholisierte Lenker erwischt", zitierte Wawra die Statistik.
"Das zeigt, wie viel bei den Kontrollen noch getan werden muß." Auch die Gurtenanlegepflicht müsse stärker kontrolliert werden.

Auch in Wien könne mehr zur Bekämpfung des Alkohols am Steuer unternommen werden. Wawra regte an, in Zusammenarbeit mit der Taxiinnung Anrufsammeltaxis in den wichtigsten Heurigenorten einzurichten. Außerdem müsse der Mißstand abgestellt werden,
daß in vielen Lokalen immer noch das billigste Getränk ein al-koholischea ist.

Am Ende seiner Ausführungen teilte Wawra mit, daß er mit dem kommenden Wochenende sein Mandat niederlegt. "Ich war als Mit-arbeiter des ÖVP-Klubs mehr als 20 Jahre in diesem Hause tätig, berichtete Wawra. Nun übernehme ich die Leitung des Büros für internationale Beziehungen der Stadt Wien. Obwohl keine Unver-einbarkeit vorliegt, lege ich mein Mandat nieder, um auch nicht
den mindesten Verdacht möglicher Unvereinbarkeiten aufkommen zu lassen. Ich wünsche den Angehörigen des Hauses für ihre weitere Tätigkeit alles Gute."

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