Posch: Wähler sollen VP-Bündestreit entscheiden VP will Wählerentscheid per Parteibeschluß korrigieren

Niederösterreich, (SPI OTS) - So, wie bei der Landtagswahl 1993 will die ÖVP auch bei der kommenden Wahl die Entscheidung der Wähler nachträglich
Korrigieren. Das als demokratiepolitischen Fortschritt zu verkaufen, ist nur der Versuch, vom wahren Hintergrund abzulenken: der ÖVP-interne Bündestreit soll
auf die Wähler abgewälzt werden, sagte heute SP-Landesgeschäftsführer Oswald Posch.

1993 führte das als demokratische Revolution verkaufte Vorwahlmodell der ÖVP dazu, daß in den meisten Bezirken der Bauernbund an der Spitze lag und dieses
Vorwahlergebnis nachträglich unter Krämpfen wieder korrigiert werden mußte. Jetzt versucht man es anders. Man hat gar keine Vorwahl gemacht und will parteintern
anders auszählen, als das Wahlgesetz vorschreibt. Die notwendigen Wahlpunkte für ein Überholen auf der Liste werden herabgesetzt, damit auch die Kandidaten des
ÖAAB in den ländlichen Gebieten eine Chance haben, sagte er weiter.

Die Entscheidung der Wähler soll also nach der Wahl per Parteibeschluß wieder korrigiert werden. Warum das ein demokratiepolitischer Fortschritt sein soll, weiß
nur die ÖVP, sagte Posch abschließend.
(schluß)

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