Fischler konkretisiert Agenda 2000: "Stärkere Berücksichtung regionaler Bedingungen"

Brüssel (OTS) - EU-Kommissar Fischler konkretisierte in einem Vortrag vor Journalisten in Brüssel die GAP-Reformvorschläge in der Agenda 2000. Fischler unterstrich, daß die Ausgestaltung der Direktzahlungen der Vielfalt der regionalen Produktionssysteme und -bedingungen besser Rechnung tragen müßte. Weiters erläuterte er, daß die Politik der nachhaltigen ländlichen Entwicklung in den Ziel-1-Gebieten auch in Zukunft durch integrierte Strukturprogramme gefördert werden würde. Außerhalb dieser Gebiete stellte er ein einziges kohärentes Programm in Aussicht: "Die Agrar-Umweltprogramme, die Aufforstungs- und Vorruhestandsregelung sollen mit der Ausgleichszulage für die benachteiligten Gebiete, den Investitionsprogrammen, den Dorferneuerungsmaßnahmen oder der Schaffung neuer Arbeitsplätze zusammengefaßt werden.", so Fischler. Die ländlichen Gebiete innerhalb des neuen Ziel-2 würden zusätzlich durch Mittel aus dem Regional- und Sozialfonds ergänzt werden. Die Forderung einzelner Mitgliedstaaten nach einer flexibleren und dezentraleren ländlichen Entwicklungspolitik bezeichnete der Kommissar als "hervorragende Idee".

Im Zusammenhang mit der in der Agenda vorgeschlagenen Verstärkung der Umweltorientierung in der Landwirtschaft bezeichnete Fischler aufwendige Leistungen der Landwirte, wie den biologischen Landbau oder die Viehhaltung in Berggebieten, als "besonders förderungswürdig". Er stellte in Aussicht, daß die Ausgleichszulage für benachteiligte Gebiete langfristig in ein zentrales Instrument zur Förderung der Extensivierung übergehen könnte.

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