Ägypten, Jordanien, Syrien - ausbaufähige Märkte

Österreich intensiviert Wirtschaftsbeziehungen - Viktor Klima bricht mit WKÖ-Wirtschaftsdelegation in Nahen Osten auf

Wien (PWK) - "Zwar konnten sich bereits verschiedene österreichische Produkte im Nahen Osten einen guten Absatzmarkt sichern, es gibt aber noch in zahlreichen Bereichen Chancen und Nischen, die genutzt werden könnten", beurteilt Fritz Langer, Nahostexperte der Wirtschaftskammer Österreich, den österreichischen Außenhandel mit dieser Region. Darum führte die Wirtschaftskammer Österreich im Oktober zwei Wirtschaftsmissionen in den Nahen Osten durch und reist nun Bundeskanzler Klima vom 29. November bis 2. Dezember mit einer Wirtschaftsdelegation nach Ägypten, Jordanien und Syrien. ****

Ägypten ist einer der wichtigsten Märkte für österreichische Produkte sowohl im Nahen Osten als auch in Afrika. Besonders erfreulich ist deshalb die kräftige Zunahme der österreichischen Exporte nach Ägypten im ersten Halbjahr 1997. Mit einem Anstieg von 74,6 Prozent konnten diese von 340,4 Mio Schilling (1. HJ 96) auf 594,3 Mio Schilling gesteigert werden. Daß sowohl Österreich als auch Ägypten an einer Vertiefung der bilateralen Beziehungen interessiert sind, zeigte der Wien-Besuch des ägyptischen Ministers für Elektrizität und Energie, Mohamed Moher Osman Abaza, im Vormonat.

"Obwohl die ägyptische Wirtschaft durch die Touristenanschläge etwas irritiert ist, kann ein weiterer Ausbau der österreichischen Handelsbeziehungen erwartet werden", schätzt Fritz Langer. Besondere Chancen bestehen für die Lieferung von Maschinen und Anlagen, High-Tech-Industrieausrüstungen, Infrastruktureinrichtungen, bearbeiteten Waren und Rohstoffen.

Österreichs Außenhandel mit Syrien gestaltet sich relativ konstant. Mit einem Anstieg um 11,1 Prozent von 1995 auf 1996 konnten die heimischen Ausfuhren im letzten Jahr 524,9 Millionen Schilling erreichen. Die Importe sind im gleichen Zeitraum dagegen um 23,4 Prozent auf 438,1 Millionen Schilling zurückgegangen. Als wichtigste Warengruppen, die Österreich nach Syrien exportiert, sind Maschinen und Verkehrsmittel, chemische Erzeugnisse sowie bearbeitete Waren wie Papier, Textilien und Metallwaren zu nennen.

"Konnten sich die österreichischen Unternehmen, die auf den jordanischen Markt aktiv sind, im letzten Jahr - nach jordanischer Statistik - noch über große Lieferzuwächse freuen, mußten sie dieses Jahr im Zuge der allgemeinen Lieferrückgänge empfindliche Einbußen hinnehmen", beschreibt Österreichs Handelsdelegierter in Amman, Kurt Altmann, den österreichisch-jordanischen Außenhandel. Laut ÖStat gingen die österreichischen Lieferungen nach Jordanien im ersten Halbjahr 1997 um 29,3 Prozent auf 128,3 Mio Schilling zurück.

Vor allem die Exporte von Papier und Pappe (-50,8 Prozent) sowie Eisen und Stahl (-100 Prozent) reduzierten sich wertmäßig stark. Bei den von österreichischen Firmen aktiv bearbeiteten Produkten, nämlich Maschinen und Fahrzeuge, ergab sich ein Rückgang von 9,9 Prozent, bei Arbeitsmaschinen hingegen ein Zuwachs von 17,6 Prozent, bei Bearbeitungsmaschinen plus 306 Prozent und bei Textil- und Ledermaschinen plus 86,7 Prozent.

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Dr. Fritz Langer

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