FWVÖ-Intitiative für Klein- und Mittelbetriebe

Haiden: AUVA-Betreuungsservice ermöglicht Milliarden-Entlastung!

Wien (OTS) - Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) soll ab 1999 bzw. 2000 die präventiv- und arbeitsmedizinische Betreuung der Klein- und Mittelbetriebe übernehmen. Diesen Vorschlag, der den Unternehmen eine Kostenentlastung in der Höhe von jährlich 1,2 Milliarden Schilling bringen würde, brachte der Präsident des Freien Wirtschaftsverbandes Österreich (FWVÖ), Dr. Rene Alfons Haiden, im Vorfeld des Wirtschaftskammertages in Diskussion.

In Vorgesprächen sicherte sich Haiden die Unterstützung der AUVA-Spitze. Heute, Freitag, stellt der Freie Wirtschaftsverband dieses Modell dem Kammertag der Wirtschaftskammer Österreich vor. Haiden: "Nur über die Belastungen zu lamentieren, aber nichts dagegen zu tun, ist sicher zu wenig. Unser Vorschlag ist vor einem halben Jahr von der Wirtschaftsbund-Mehrheit abgelehnt worden. Jetzt drängt die Zeit."

Unternehmen mit 11 - 50 Beschäftigten sind ab 1.1.1999, Unternehmen mit weniger als 11 Beschäftigten sind ab 1.1.2000 dazu verpflichtet, ihren Mitarbeitern umfassende präventiv- und sicherheitsmedizinische Betreuung zur Verfügung zu stellen. Die dadurch entstehende organisatorische und finanzielle Belastung ist für Klein- und Mittelbetriebe kaum zu verkraften. Vor allem deshalb, weil die Betriebe in Schadensfällen die volle Haftung zu tragen haben.

Der mit der Unfallversicherungsanstalt abgestimmte FWVÖ-Vorschlag ermöglicht es, daß die AUVA im Rahmen ihrer Präventionstätigkeit kostenlos die Betreuung aller 275.000 Betriebe mit weniger als zwanzig Beschäftigten übernimmt. Haiden: "Damit wäre ein Großteil der Arbeitnehmerschutz-Verpflichtungen der Betriebe erfüllt. Eine allfällige Haftung der Betriebe gegenüber der AUVA kann ebenfalls nicht mehr schlagend werden!"

Für den FWVÖ steht außer Zweifel, daß die Umsetzung des Arbeitnehmerschutzes im Interesse der Volkswirtschaft liegt. Die Zahlen sprechen für sich. 1996 sank die Zahl der Arbeitsunfälle -nicht zuletzt aufgrund verbesserter Schutzbestimmungen in den Großbetrieben - um fast 6 %, von 160.000 auf weniger als 150.000. Die tödlichen Arbeitsunfälle gingen sogar um 21 % von 309 auf 244 zurück. "Mit unserem Modell könnten wir eine optimale Betreuung von rund 914.000 Arbeitnehmern in den betroffenen Betrieben sicherstellen, ohne die Unternehmen zu belasten!", forderte Haiden nachdrücklich die Zustimmung des Wirtschaftsbundes ein.

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