ÖAAB-ADLER: WER IST HIER ARBEITNEHMERFEINDLICH?

Wien (OTS) - "Zurück zu den Wurzeln", rät der Wiener ÖAAB-Landessekretär Stefan ADLER der FSG und deren Bundessekretär Drochter. Dieser hatte anläßlich der Diskussion um den Vollbetrieb der Wiener Linien am 1. Mai und im Anflug von Selbstüberschätzung fälschlicherweise gemeint, nur die SPÖ vertrete als einzige Partei Arbeitnehmerinteressen in der Bevölkerung. "Das kann sich aber nur um einen Irrtum handeln", merkt der ÖVP-Arbeitnehmervertreter an.****

"Sind Krankenschwestern oder Bedienstete der Stadtwerke, die teilweise auch am 1. Mai ihren Dienst versehen müssen, eigentlich keine Arbeitnehmer", fragt sich ADLER. Diese Bevölkerungsgruppen haben durch den Stillstand der Wiener Linien erhebliche Nachteile. So müssen sie am sogenannten ‚Tag der Arbeit' beschwerliche Umwege in Kauf nehmen oder Taxis benützen, die ja nicht gerade kostengünstig sind, um an ihren Arbeitsplatz gelangen zu können. Das alles aber nur, damit sich die Spitzen der SPÖ in alter marxistischer Tradition von ihren immer weniger werdenden Parteigängern auf der Ringstraße und am Rathausplatz zujubeln lassen können. "Wer ist hier also arbeitnehmerfeindlich" fragt sich Stefan ADLER und stellt beruhigt fest: "Die Zeit des organisierten SP-Jubels ist aber jetzt endgültig vorbei". Er rät den sozialistischen Gewerkschaftern, sich doch in Zukunft endlich wieder für alle Arbeitnehmer einzusetzen. "Sich nur um Bankdirektoren, Manager oder höhere Bedienstete der Wiener Linien zu kümmern, wird in Zukunft für die FSG zu wenig sein", schloß ADLER. (schluß)

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