Posch: VP-Bündestreit auf Rücken der Wähler

Der Wähler weiß nicht, wen er wählt, weil die ÖVP anders zählt!

Niederösterreich, 27.11.1997 - Das ÖVP-Modell, das Kollege Strasser heute so bejubelt, ist nichts anderes als das Abwälzen
des ÖVP-internen Bündestreites auf die Wähler und kein Schritt in Richtung mehr Demokratie, weil der Wähler dann nicht weiß, wer ein Mandat im Bezirk bekommt, sagte heute SP-Landesgeschäftsführer Oswald Posch.****

In Wahrheit will die ÖVP den Problemen ausweichen, die sie 1993
bei der Landtagswahl hatte. Damals führte das als demokratische Revolution verkaufte Vorwahlmodell der ÖVP dazu, daß in den meisten Bezirken der Bauernbund an der Spitze lag und dieses Vorwahlergebnis nachträglich unter Krämpfen wieder korrigiert werden mußte. Jetzt versucht es die VP anders. Sie hat gar keine Vorwahl gemacht und will die Bündeentscheidung in die Wahlzelle verlegen. "Damit dort aber auch andere Kandidaten, als solche vom Bauernbund, eine Chance haben, hat die ÖVP parteiintern die Punkteanzahl herabgesetzt - entgegen der geltenden Wahlordnung", stellte Posch weiter fest.

"Der Wähler weiß nicht, wen er wählt, weil die ÖVP anders zählt, ist die Wahrheit über diesen angeblichen Fortschritt der Demokratie", sagte Posch abschließend.
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