Strasser: VP hat Vorwahl in die Wahlzelle verlegt

VP NÖ stärkt Persönlichkeitswahl - SP scheut Wähler

Niederösterreich, 27.11.97(NÖI) Als wesentlichen Schritt zu mehr Mitbestimmung und Mitentscheidung für den Bürger
bezeichnete heute LAbg. Dr. Ernst Strasser die von der VP NÖ vorgeschlagene Stärkung des Persönlichkeitswahlrechtes. "Die Sozialdemokraten haben das, ebenso wie die Direktwahl des Landeshauptmannes, abgelehnt. Daher werden wir einen eigenen
Weg gehen. Einen Weg, der dem Einzelnen mehr Mitsprache
sichert", so Strasser. ****

"Die Parteibasis hat das Vorschlagsrecht - der Bürger hat
das Auswahlrecht in der Wahlzelle", skizziert Strasser das VP-eigene Modell, "denn der Bürger soll entscheiden, wer ihn im Landtag vertritt". Für Strasser ist es kaum verwunderlich, daß andere Parteien diesem Vorschlag nicht gefolgt sind. "Bei den F
wird von oben herab zentralistisch bestimmt und die SP scheut
den Wähler wie der Teufel das Weihwasser", so Strasser.

Beim VP-Modell erhält der erstgereihte Kandidat 4% der Parteistimmen pro Bezirk und der Zweitgereihte 2% Grundpunkte. Gemeinsam mit den Vorzugsstimmen ergibt sich die endgültige Reihung. Sind bei den anderen Parteien je nach Größe des
Bezirkes rund 4000 Vorzugsstimmen notwendig um einen
davorgereihten Kandidaten zu überholen, so reichen beim VP-
Modell rund 480 Stimmen. "Das ist echte Bürgermitbestimmung", schloß Strasser.

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI