Keusch: Wo sind die wirklichen Schuldigen beim Fehringer- Ausgleich?

Wenige Tage vor dem Ausgleichsantrag wollte Fehringer noch eine Investitionsförderung!

St. Pölten, (SPI) - "Selbstverständlich ist die Politik betroffen über die Lage der Kollegenschaft des im Ausgleich befindlichen Geflügelhofes Fehringer - aber jetzt in der Manier ´Haltet den Dieb´ die Versäumnisse den Politikern zuschieben zu wollen, ist mehr als entbehrlich und wirft ein ausgesprochen fragwürdiges
Licht auf das Management des Betriebes. Die wirklichen Versäumnisse liegen in der Firmenleitung, denn das Land Niederösterreich und die NÖ Sozialdemokraten haben sich von Beginn an für die Rettung des Geflügelhofes engagiert", stellt SP-Labg. Eduard Keusch zu kritischen Aussagen im Zusammenhang mit dem Fehringer Ausgleich fest.****

So hat sich der Amstettner Abgeordnete Eduard Keusch mit Unterstützung von Klubobmann Dr. Hannes Bauer um eine Investitionsförderung im Rahmen der Sektorplanförderung für Fehringer bemüht - insbesondere das die Förderung in der Regierungssitzung am 11. November 1997 beschlossen und
telegrafisch angewiesen werden konnte. Diese Förderung sollte für eine Investition - gemäß dem Ansuchen des Managements - von rund 90 Millionen Schilling ausgeschüttet werden. Die Förderung wurde am 11. November in der Höhe von rund 6,2 Millionen Schilling beschlossen, aufgrund eines telefonischen Ersuchens des Betriebes sollten die Mittel telegrafisch überwiesen werden! Wie sich jedoch herausstellte, war es der Firma nicht mehr möglich, die für die Förderung notwendige Bankgarantie beizubringen.

"Wie soll nun der Steuerzahler den Sachverhalt beurteilen, wenn
eine Firma um eine Investitionsförderung ansucht, diese so rasch als möglich überwiesen haben möchte und wenige Tage später in den Ausgleich schlittert. Offenbar sollten hier noch Finanzmittel beschafft werden - obgleich das Management über die prekäre Finanzlage des Unternehmens doch Bescheid gewußt haben mußte. Wir werden jedenfalls weiterhin dafür arbeiten, daß die Kollegenschaft im Werk nicht auf der Strecke bleibt - aber die wahren Schuldigen sind jene, welche sich noch rasch ein paar Millionen Fördergelder beschaffen wollten, um sich anschließend in den Ausgleich zu verabschieden", so Labg. Eduard Keusch abschließend.
(Schluß) fa

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