Außenhandel mit der Slowakei weiter im Aufwind

Chancen durch Privatisierung und Großprojekte - Österreich einziger direkter EU-Nachbar der Slowakei

Wien (PWK) - Österreichs Wirtschaftsbeziehungen mit der Slowakei entwickeln sich anhaltend positiv, meldet Handelsdelegierter Philipp Marboe aus Preßburg. Im ersten Halbjahr 1997 stiegen die Exporte in das Nachbarland um 43,5 Prozent an, die Importe nahmen um 11,3 Prozent zu. Das bilaterale Handelsvolumemn betrug im Vorjahr 13 Mrd S, wovon 7,7 Mrd auf der Exportseite und 5,3 Mrd S auf der Importseite standen. Österreich erzielte damit ein Aktivum von 2,4 Mrd S. Rund 1500 heimische Unternehmen sind mit Joint Ventures oder Tochtergesellschaften in der Slowakei engagiert. Österreich ist hinter Deutschland der größte Auslandsinvestor. ****

Die österreichischen Exporte in die Slowakei bestehen in erster Linie aus Maschinen und Verkehrsmitteln, gefolgt von chemischen Erzeugnissen, bearbeiteten Waren und Fertigwaren (Schuhe, Bekleidung, Möbel, elektronische Geräte). Bei den Importen liegen Energie und Brennstoffe sowie Halbfertigprodukte an der Spitze; Fertigerzeugnisse (Textilien, Bekleidung, Möbel) nehmen zu.

Die weiteren Aussichten für österreichische Exporte, aber auch für Know-How- und Technologietransfers schätzt Marboe günstig ein. Vor allem für Maschinen und Investitionsgüter würden sich durch die großen Infrastrukturvorhaben der Slowakei (Straßenbau, Eisenbahnbau, Telekommunikation) aber auch im Zuge der Umstrukturierung und Privatisierung der Industrie gute Chancen ergeben.

Erfreulich sei, daß die Zertifikatskontrollen an der Grenze, die zu erheblichen Geschäftsbehinderungen geführt haben, für Produktion und Eigenbedarf bereits gelockert werden, betont Marboe, der auch die Ankündigung der slowakischen Regierung, den siebenprozentigen Importzuschlag Ende nächsten Jahres abzuschaffen, ebenfalls sehr begrüßt.

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Dr. Sepp Dabringer

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