Kein "Gen-Fund" in Perlingers biologischem Soja-Granulat

Seinerzeitige Meldung wird durch 7 Gutachten eindeutig widerlegt. - Dieselbe Ware inzwischen wieder im Verkauf

Itter/Tirol (OTS) - Der Befund der Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung, welcher beim Staatl. Lebensmitteluntersuchungsamt in Braunschweig bestätigt wurde, wird inzwischen durch insgesamt 7 vorliegende Befunde von anerkannten Labors in Freiburg und Bremen eindeutig widerlegt. Weiters bestätigen Wissenschaftler der Uni Wien und Graz sowie Wissenschaftler aus Stuttgart und Fachleute aus Köln, daß die Ursachen dieses "Gen-Fundes" höchstwahrscheinlich auf Kontamination im Labor zurückzuführen ist.

Bei der Untersuchungsmethode, die auch die Wissenschaftler als nicht optimal ansehen, wird nur ein Zellkern, also nur ein winziges Teilchen untersucht und zeigt die Veränderung mit einem Lichtpunkt an der Karte an. Es genügen somit Staubteilchen oder sogar Bakterien von genveränderten Produkten im Labor, beim Transport oder bei der Lagerung, um zu einem verfälschten Ergebnis zu kommen.

Wie man im Fall Perlinger gesehen hat, werden jedoch bei dieser Untersuchungsmethode geringste Verunreinigungen bereits positiv angezeigt.

Bioprodukte sind generell gentechnisch nicht verändert. Alle Saatguthersteller, Bauern, Bio-Erzeuger usw. müssen sich an die entsprechende Verordnung halten.

Durch den voreiligen öffentlichen Angriff wurden die Konsumenten verunsichert. Nicht nur die Bio-Produkte der Firma EP Naturprodukte sondern wurde auch das gesamte Bio-Kontroll-System sowie die gesamte Bio-Branche in Frage gestellt. Die Vorgangsweise seitens des Bundesministeriums für Frauenangelegenheiten und Verbraucherschutz wird allerdings von niemandem verstanden.

In einem Schreiben an Frau Bundesministerin Prammer behält sich Perlinger aus Gründen der rechtlichen Vorsicht die Geltendmachung des infolge Rufschädigung eingetretenen Schadens ausdrücklich vor und fordert zugleich die Richtigstellung in der Öffentlichkeit.

Viele Reaktionen von engagierten Kunden zeigen, wie nachteilig sich dieses voreilige, nicht abgesicherte Untersuchungsergebnis bei den Konsumenten auswirkte. Mit intensiven Anstrengungen und hohen Kosten recherchiert das Bio-Unternehmen Perlinger nunmehr seit 3 Wochen und kommt zu dem Ergebnis, daß die gesamten Rohstoffe, das daraus gewonnene Granulat derselben und der späteren Charge keine Genveränderung aufweisen.

Wie kommt es, daß nur in einem Paket, welches die Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung in Wien untersucht hat, "Genveränderung" festgestellt wird?

Prof.DDr. Pieldner aus Stuttgart sagt bzgl. des Ergebnisses der BA Wien in der Pressekonferenz am 21.11.1997, daß es für ihn selbstverständlich nicht verwunderlich sei, daß in Braunschweig das positive Ergebnis bestätigt wurde, da er glaube, daß zur Gegenuntersuchung in Braunschweig kontaminierte Ware gebracht und daher das gleiche Ergebnis erzielt wurde.

Wie kann denn sonst in nur 1 Paket "Genveränderung" nachgewiesen werden, wenn in der gesamten Rohware keine Genveränderung festgestellt wurde? Auch die bei der produzierenden Mühle lagernde Ware wurde einer Stufenkontrolle unterzogen. Auch diese Ergebnisse sind negativ. Eine diesbezügliche Erklärung wird wohl Prammers staatliche Untersuchungsanstalt schuldig bleiben.

Jedenfalls hat der BML-Konzern (Billa, Bipa, Merkur) aufgrund des negativen Untersuchungsergebnisses das Bio-Soja-Granulat, welches wir aus Sicherheitsgründen kurzfristig aus dem Verkehr zogen, wieder in die Regale geschlichtet und zum Verkauf freigegeben.

Ausgerechnet dem Bio-Pionier Perlinger, welchem es ein Anliegen ist und der sich seit 20 Jahren für die gesunde, biologische, reine, vollwertige und natürlich gentechnischfreie Lebensmittel einsetzt, wird durch diese ungerechtfertigte Attacke versucht, genmanipuliertes Soja "unterzujubeln".

Würde man verantwortungsbewußt vorgehen, wäre eine sofortige Nachkontrolle mehrerer Pakete und auch des Rohstoffes seitens der Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung angebracht gewesen, bevor ein so verdientes Bio-Unternehmen ungerechtfertigterweise an den Pranger gestellt wird.

Frau Bundesministerin Prammer wird in einem gesonderten Schreiben aufgefordert, diese Falschinformation in der Öffentlichkeit zu korrigieren.

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