Liberale fordern Budget für die Realisierung des "Grüngürtel Wien 1995"

Hack: Gürtelbereich könnte Vorzeigeobjekt für die Rückgewinnung und Gestaltung von Freiräumen werden

Wien (OTS) Planungsstadtrat Görg betreibt "Statt-Planung" kritisierte heute die liberale Gemeinderätin Michaela Hack in ihrer Budgetrede. "Sowohl im Kleinen, bei Flächenwidmungen, als auch bei Großprojekten, wie Freizeitzentren, U-Bahnausbau, Hochhäuser usw. kommt es nur im kongreten Anlaßfall zu einer Reaktion", kritisierte Hack. Die Stadtplanung habe klare Vorgaben zur Entwicklung einer Stadt vorzugeben. Diese Vorgaben wären im STEP Stadtentwicklungplan 94 festgehalten, nur leider sei dieser nicht rechtsverbindlich.

Eines dieser, von allen Parteien beschlossen Ziele, war die Verwirklichung des "Grüngürtel Wien 1995". Obwohl es einen genauen Umsetzungsplan für diesen Grüngürtel gibt, finden sich keine entsprechenden Mittel im Budget 1998. Die Liberalen brachten daher heute einen Antrag zur Bereitstellung der entsprechenden Budgetmittel für den Grüngürtel Wien für das Jahr 1999 ein.

"Grün- und Freiflächen werden zwar von der gesamten Bevölkerung hoch bewertet, spielen in Wien bei der Planung nur eine sehr untergeordnete Rolle", meinte Hack. Gerade Kinder und ältere Leute, die am meisten den Freiraum in Anspruch nehmen, haben leider nur eine schwache Lobby in Wien. Die Liberalen unterstützen daher die Forderung der Kinder- und Jugendanwaltschaft, "bespielbare Freiflächen" in der Bauordnung zu verankern.

"Der Bereich um den Wiener Gürtel wäre ein dankbares Vorzeigeobjekt für die Rückgewinnung und Gestaltung von Freiräumen", schlug Hack vor und forderte von der Stadt und von den zuständigen Bezirksvorstehern die Umsetzung der Oberflächengestaltung entsprechend dem Urbion-Projekt. Zudem wäre es sinnvoll, bereits jetzt die budgetären Mittel zur Fortsetzung erfolgreicher Urban-Projekte zu sichern.

Zu einem der wichtigsten gestalterischen Maßnahmen unser Stadt, nämlich der Archtitektur als wichtigste Form der Alltagskultur, hätte sich Stadtrat Görg bisher nur zögerlich bekannt. "Aus dem ehemals schärfsten Gegner des Museumsquatiers wird eben nicht so schnell ein Förderer und Befürworter moderner Architektur", meinte Hack. Die Liberalen fordern neue Formen der Finanzierung wie Stiftungmodelle, Sponsoring oder Leasingmodelle zur Förderung qualitativer Architektur in Wien einzuführen.

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