Spindelegger fordert EU-Mittel für Grenzregionen in NÖ

Planungen der EU-Kommission für Regionalförderung verbesserungswürdig

Niederösterreich, 25.11.97 (NÖI) "Die EU-Kommission soll von ihrem Plan, Mittel für die Grenzregionen ab dem Jahr 2000 zu verringern und die Zielgebiete in der Regionalförderung einzuschränken, abgehen", sagte heute der gf. Landesobmann des NÖ Arbeiter- und Angestelltenbundes NAbg. Michael Spindelegger.****

In der sogenannten Agenda 2000, dem Plan der EU-Kommission für die Jahre 2000 bis 2006 seien statt bisher 6 Zielgebieten in der Regionalförderung nur mehr 3 vorgesehen. Die Finanzhilfen für die "Gemeinschaftsinitiativen", also Programme wie Interreg für den Grenzraum, sollen verringert werden. Diese Maßnahmen gingen genau in die falsche Richtung, meinte Spindelegger. Mit einer Osterweiterung der Europäischen Union würden die Grenzregionen in Niederösterreich mit besonderen zusätzlichen Problemen, wie etwa der Absicht mancher, in Tschechien zu wohnen und in Österreich zu arbeiten, konfrontiert.

Deshalb habe sich der NÖ-AAB das Ziel gesetzt, ein Konzept für den Grenzraum zu erarbeiten und für die Realisierung Verbündete aus anderen Ländern zu suchen, die ebenfalls an einer Außengrenze der EU leben, sagte der ÖAAB-Landesobmann.

"Der Grenzraum müßte ein eigenes, neues Zielgebiet für EU-Förderungen werden, um die arbeitsplatzmäßigen und wirtschaftlichen Nachteile im Zuge der Ostöffnung auszugleichen", meinte Spindelegger abschließend.

- 1 -

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI