SALCHER: SÄUGLINGSSTERBLICHKEITSRATE FÜR NEUE IDEEN SENKEN

Wien (ÖVP-Klub) - "Aufgabe der Opposition ist es, die Ar-
beit der Regierung Revue passieren zu lassen. Und Aufgabe der Regierung ist es, sich mit der Politik der anderen Parteien zu beschäftigen", stellte der Vorsitzende des Kulturausschusses
Dr. Andreas Salcher in der heutigen Budgetdebatte des Wiener Gemeinderates fest. *****

"Nicht nur Elvis lebt, auch Che Guevara lebt, und das noch
dazu, weil ihn Stadtrat Marboe auf einer seiner vielen Dienst-reisen nach Nordkorea exhumiert hat", faßte Salcher ironisch
den Tenor der FPÖ-Äußerungen zur Kulturpolitik zusammen. Nach einem Zitat aus einer Presseaussendung der SPÖ räumte Salcher
ein: "Eine gewisse literarische Kraft hat das schon, und man
sollte darüber nachdenken, dafür die man eine Förderung im Be-reich der Kleinkunst zu gewähren."

Nur Positives könne er über den treuen Koalitionspartner SPÖ sagen, unterstrich Salcher, wo kürzlich der große Kulturpoli-tiker Johann Hatzl unter dem Titel: "Kein Rückzug der Politik
aus der Kultur" eine Pressekonferenz gegeben hat. "Auf 4 Seiten Presseunterlage kommt 24mal das Wort SPÖ vor und 17mal der Name Woller", faßt Salcher zusammen. "Nicht nur die Wüste lebt, son-dern auch Pasterk, nur trägt sie die Maske von Stadtrat Marboe,
und unter dieser Maske kann sie jetzt endlich alles tun, was
sie immer schon tun wollte, aber als Pasterk nicht tun konnte."

Salcher unterstrich das gutes Klima der Toleranz, das im Kul-turausschuß herrscht. Trotz langer Diskussionen und intensiver Arbeit werden 87 Prozent der Entscheidungen einstimmig gefaßt.

Anschließend ging Salcher auf den Wiener Film ein. Es müsse
mehr Geld für weniger Filme geben, um mehr für gute Drehbücher und mehr fürs Marketing ausgeben zu können. Die Debatte Kunst versus Kommerz erteilte Salcher eine klare Absage.

Zusammen mit Abgeordneten aller anderen Fraktionen brachte
Salcher einen Antrag ein, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die
die schwierige Raumsituation des Wiener Stadtarchivs prüfen
soll und Vorschläge für einen Neubau oder die Adaptierung neuer Räumlichkeiten für das Archiv vorlegen soll, um wertvolles Kul-turgut zu schützen.
Deutlich sprach sich Salcher gegen die Änderung des Vereinsge-setzes und gegen Werkvertragsregelung für Künstler aus.

Als Ziel der Kulturpolitik nannte Salcher abschließend, die "Säuglingssterblichkeitsrate für neue Ideen" in Wien weiter zu senken.

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