SP für Änderung des NÖ Musikschulgesetzes

Auch Finanzierung soll auf neue Basis gestellt werden

St.Pölten (NLK) - Für eine Änderung des NÖ Musikschulgesetzes
in Richtung eines dreistufigen Modells sprachen sich heute SP-Klubobmann Dr. Hannes Bauer und Landtagsabgeordneter Ewald Sacher
in einem Pressegespräch aus, um "neben der Quantität vor allem auch die Qualität auf regionaler Basis abzusichern". So sollen
sich Basismusikschulen vor allem auf das Standardfächerangebot konzentrieren, Schwer-punktmusikschulen je nach Bezirk und Bedarf für ein erweitertes Mehrangebot sorgen und Konservatorien
besonders begabten Schülern eine spezifische und hochqualifi-zierte Ausbildung ermöglichen. Mit der Einführung des Modells wäre es auch notwen-dig, die Finanzierung auf eine neue Basis zu
stellen, da bereits jetzt "die Kosten oft die Grenzen der finanziellen Belastbarkeit der Gemeinden und der Eltern erreicht ha-ben", meinte Sacher. Bei den Schwerpunktmusikschulen sollten
das Land deshalb die Hälfte, die Schulträger (meist die schulerhaltenden Gemeinden) und die Eltern je ein Viertel der
Kosten tragen. Bei den Konservatorien könnte das Land 75 Prozent der Kosten übernehmen, Gemeinden und Eltern kommen für die restlichen 25 Prozent auf. Im derzeit gültigen Musikschulgesetz, das seit Anfang 1990 in Kraft ist, teilen sich im wesentlichen das Land, die schulerhaltende Gemeinde und die Schüler je ein Drit-tel der Kosten. Bauer und Sacher kündigten an, bei der Landtagssitzung am kom-menden Donnerstag einen entsprechenden Resolutionsantrag einzubringen.

Mit den Leitlinien des neuen NÖ Musikschulgesetzes sehen beide SP-Mandatare eine gute Grundlage, jungen Menschen eine musische Erziehung und Ausbildung, je nach Bedürfnissen und Region, zu ermöglichen. Das sei aber nur machbar, wenn auch die Finanzierung sichergestellt werde. Deshalb sollte Land die Aufwendungen für die NÖ Musikschulen von derzeit 180 Millionen Schilling pro Jahr wesentlich erhö-hen. Ein bloßes Sparprogramm würde nur zu einem Qualitätsabfall führen.

In Niederösterreich gibt es derzeit 371 Musikschulen (184 Hauptanstalten und 187 Filialen), die von insgesamt 43.000
Schülern besucht werden.

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