LIF-Bolena: "Frauenbudget muß auch für die Frauen ausgegeben werden!"

Im Vorjahr wurden nicht alle Mittel ausgeschöpft, viele Vereine aber nur ungenügend gefördert

Wien (OTS) "Im kommenden Budget werden mehr Mittel unter dem
Kapitel Frauen zur Verfügung stehen, allerdings ist auch klar, daß Frauenpolitik als Querschnittsmaterie betrachtet werden muß, aber diese Gelder sollten für konkret frauenspezifische Projekte verwendet werden", meinte heute die Liberale Abgeordnete Alexandra Bolena anläßlich der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat zur Geschäftsgruppe Integration, Frauen, Konsumenschutz und Personal.

Bolena kritisierte in diesem Zusammenhang, daß im Jahr 1996 nicht alle zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft wurden, während einzelne Projekte finanziell so kurz gehalten wurden, daß deren Überleben nun in Frage steht. 1997 hätten mehrere Vereine nicht die benötigten Mittel erhalten, um ihre Arbeit bewältigen zu können.

Es sei sehr gut, meinte Bolena, wie die Enttabuisierung des Themas Gewalt gegen Frauen habe dazu geführt habe, daß Frauen vermehrt Hilfe gesucht und auch angenommen haben. Gleichzeitig müsse die Stadt Wien aber auch dafür sorgen, daß auch ausreichend Beratungs-und Betreuungseinrichtungen für die Frauen zur Verfügung stehen. Hier kritisierte Bolena konkret die fehlende Zielplanung: "Wir wissen zwar, daß immer mehr Frauen Hilfe suchen. Ob die bestehenden Beratungseinrichtungen den künftigen Anforderungen entsprechen, wird nicht hinterfragt, Planung erfolgt nicht!"

Die Erhöhung des Frauenbudgets sei ein positives Signal, zu hoffen sei aber, daß es im Sinne der Wiener Frauen ausgeschöpft werde, so Bolena abschließend.

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