Stummvoll: Wirtschaft unterstützt EU-Beschäftigungsbemühungen

Senkung der Mehrwertsteuer für arbeitsintensive Betriebe würde Arbeitsplatzsituation verbessern

Wien (PWK) - "Die Wirtschaftskammer unterstützt die österreichische Bundesregierung in ihren Bemühungen zur Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für Beschäftigung. Die nunmehr gesetzten EU-Schwerpunkte steuerliche Entlastung, Qualifikation und Unternehmensgründung werden von uns hundertprozentig mitgetragen", so der Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, Günter Stummvoll, zu den Ergebnissen des Europäischen Beschäftigungsgipfels. Wichtig sei freilich, daß die Sozialpartner in die konkrete Formulierung und Umsetzung der beschäftigungspolitischen Strategien eingebunden würden. ****

Zu begrüßen sei vor allem die 'bottom-up-Strategie', nach der die EU-Staaten auf nationaler Ebene Beschäftigungsprogramme entwickeln sollen, welche dann jährlich kontrolliert und einer Evaluierung unterzogen werden. Österreich kommt dabei eine besonders wichtige Funktion zu, da die erste Evaluierung in die Zeit des österreichischen EU-Vorsitzes Ende 1998 fallen werde.

Ein wenig enttäuscht zeigte sich der Generalsekretär über die mangelnde Unterstützung des aus Sicht der Wirtschaftskammer besonders erfolgversprechenden Ansatzes der EU-Kommission, arbeitsintensive Dienstleistungen mit einem niedrigeren Mehrwertsteuersatz zu belasten. Gemäß einer Studie des niederländischen Mittelstandsverbandes MKB-Nederland würde bei einer niedrigen Mehrwertsteuer zwar zunächst das Steueraufkommen sinken. Kompensiert würde dieser Effekt jedoch durch zunehmende Nachfrage, zusätzliche Arbeitsplätze in den betroffenen Branchen sowie die Auswirkungen einer gewachsenen Kaufkraft auf andere Wirtschaftszweige.

Für österreichische Verhältnisse zeigt eine Studie des WIFO zum Luxemburger Modell, wie mit dem Einsatz verhältnismäßig geringer Mittel im Baubereich ein überdurchschnittlich hoher Beschäftigungszuwachs herbeigeführt werden kann.

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