Bei Schnee und Eis: Fuß vom Gas

KfV appelliert an Autofahrer: Fahrweise dem Winterwetter

Wien (OTS) - anpassen - Fahrzeug für den Winter ausrüsten =

Den Fahrstil den Witterungsverhältnissen anpassen -
so der Appell des Kuratoriums für Verkehrssicherheit angesichts der winterlichen Fahrverhältnisse in den letzten Tagen. Das heißt:
Fahrgeschwindigkeit reduzieren und Sicherheitsabstand halten.

Spätestens jetzt den Auto-Wintercheck vornehmen.

Während auf trockener Fahrbahn bei "normaler Fahrweise" die Sicherheitsreserven für die Haftung der Reifen das etwa 5fache der ausgenützten Haftung betragen, verkleinert sich diese Reserve auf Schnee wesentlich. Deshalb: Auf Schnee etwa nur maximal halbe Geschwindigkeit und doppelten Sicherheitsabstand wie auf trockener Fahrbahn, auf Eis maximal ein Viertel der Geschwindigkeit und dreifachen Sicherheitsabstand. Die Vergrößerung der Sicherheitsabstände ist durch die zu erwartende unterschiedlich griffige Fahrbahn bedingt.

Das Fahrzeug sollte ja bereits vor dem ersten Schneefall für den Winter ausgerüstet werden. Sobald die Außentemperatur in der befahrenen Region dauerhaft unter 10°C sinkt, sind Winterreifen den Sommerreifen vorzuziehen.

Winterreifen können ihre speziellen Aufgaben auf Eis und Schnee nur bis zu einer Restprofiltiefe von 4 mm erfüllen und gelten daher auch nur bis zu dieser Profiltiefe als Winterreifen. Außerdem erhärten sich die Reifen im Laufe der Zeit, d. h. man muß mit weniger Griffigkeit rechnen. Winterreifen, die älter als 5 Jahre sind, sollten überhaupt nicht mehr verwendet werden. Nicht vergessen:
Winterreifen brauchen in der Regel einen um 0,2 bar höheren Luftdruck zur Stabilisierung der Lauffläche als Sommerreifen.

"Fahren mit Licht am Tag" sollte zum eigenen Schutz und zum Schutz der anderen Verkehrsteilnehmer von allen Autofahrern praktiziert werden. Gerade bei Schneetreiben und schlechter Sicht ist eine funktionstüchtige und richtig eingestellte Lichtanlage besonders wichtig. Ebenso die Batterie auf Leistungsfähigkeit und Säurestand prüfen lassen!

Schneebesen und Eiskratzer sind im Winter unverzichtbare Utensilien. Ebenso wie der Türschloßenteiser, der allerdings nicht im Fahrzeug aufbewahrt werden sollte.

In der Woche vom 17. bis 23. November 1997 kamen 16 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben. Unfallursachen waren u. a. nicht angepaßte Geschwindigkeit (7) und Vorrangverletzungen (2).

Von 1. Jänner bis zum 23. November dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 986 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 929 Menschen tödlich.

Bitte beachten Sie auch die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0072).

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