Hiller: Psychotest um 5000 Schilling ist Schildbürgerstreich

Moped ab 15 bringt wesentliche Erleichterung für Jugendliche

Niederösterreich, 24.11.(NÖI) LAbg. Franz Hiller forderte heute das Kuratorium für Verkehrssicherheit auf, endlich von ihrer strikten Haltung gegen das Mopedfahren ab 15 abzugehen. So ist
dies eine überaus sinnvolle und wichtige Maßnahme für Jugendliche, insbesondere im ländlichen Raum. In der heutigen Zeit sind Flexibilität und Mobilität gefragt - auch bei den jungen Menschen. Die Einführung eines Mopedführerscheines ab 15 unter bestimmten Voraussetzungen, ist daher zu begrüßen und nicht zu bremsen.****

So sind die Kosten des notwendigen Psychotests mit 5000
Schilling viel zu hoch angesetzt. Es ist dies eine Verhinderungstaktik und ein Schildbürgerstreich. Welcher junge Lehrling kann sich einen derartigen Betrag leisten? Offensichtlich sieht das Kuratorium für Verkehrssicherheit das Mopedfahren für gefährlicher an, als den Gebrauch einer Schußwaffe. Sonst ist es sicherlich nicht zu erklären, daß in Österreich der psychologische Test für den Erhalt eines Waffenschein nur 2500 Schilling kostet, das Mopedfahren aber 5000 Schilling kosten soll, so der
Abgeordnete weiter.

Hiller wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß die Voraussetzungen zur Erlangung einer solchen Berechtigung streng genug seien. So wird neben diesem Psychotest auch noch die
Erlaubnis der Eltern und die Bestätigung des Unternehmens, daß der Arbeitsplatz nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht
werden kann, verlangt. Diese Voraussetzungen sind sehr wichtig.
Der völlig überzogene Preis führt allerdings diese gute und wohldurchdachte Lösung für unsere Jugendlichen ad absurdum, betonte Hiller.

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