Amoklauf: Liberale fordern restriktivere Waffenscheinausgaben

Moser: Statt SPÖ-ÖVP-Geheimabsprachen offene Diskussion im Parlament

Wien (OTS) - "Statt jetzt wieder in - politische - Panik zu verfallen, sollte der tragische Anlaß in Mauterndorf dazu genützt werden, über die gesetzlichen Regelungen von Waffenbesitzen in Österreich endlich eine umfassende Diskussion im Parlament aufzunehmen", nahm heute der Sicherheitssprecher des Liberalen Forums, Hans Helmut Moser Stellung. Der Liberale plädierte dafür, statt der bisher üblichen Geheimabsprachen zwischen den Koalitionspartnern zu einem die Öffentlichkeit derart bewegenden Thema eine offene Debatte aller Volksvertreter und eine freie Abstimmung im Nationalrat zu ermöglichen.

"Wenn SPÖ-Leikam tatsächlich 'mit allem Nachdruck' eine Novelle des Waffengesetzes vorantreiben will, dann soll er endlich die konkreten Fakten auf den Tische legen, denn über die Absicht allein wird sich nichts ändern, und die äußert Leikam bereits seit bald einem Jahr", so Moser.

Den Innenminister forderte Moser auf, die Behörden auf ein restriktiveres Vorgehen bei der Ausgabe von Waffen einzuschwören. Ebenso sei, abgesehen von der Notwendigkeit effizienterer psychologischer Tests für Waffenscheinbesitzer, die tatsächliche Sicherheitslage genauer zu prüfen. "Dem Argument, die Waffe würde zur eigenen Verteidigung gebraucht, widerspricht die Tatsache, daß dieser Fall bei uns bisher noch nie eingetreten ist", schloß der liberale Sicherheitssprecher.

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