• 23.11.1997, 12:13:27
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  • OTS0032

Amoklauf: Liberale fordern restriktivere Waffenscheinausgaben

Moser: Statt SPÖ-ÖVP-Geheimabsprachen offene Diskussion im Parlament

Wien (OTS) - "Statt jetzt wieder in - politische - Panik zu
verfallen, sollte der tragische Anlaß in Mauterndorf dazu genützt
werden, über die gesetzlichen Regelungen von Waffenbesitzen in
Österreich endlich eine umfassende Diskussion im Parlament
aufzunehmen", nahm heute der Sicherheitssprecher des Liberalen
Forums, Hans Helmut Moser Stellung. Der Liberale plädierte dafür,
statt der bisher üblichen Geheimabsprachen zwischen den
Koalitionspartnern zu einem die Öffentlichkeit derart bewegenden
Thema eine offene Debatte aller Volksvertreter und eine freie
Abstimmung im Nationalrat zu ermöglichen.

"Wenn SPÖ-Leikam tatsächlich 'mit allem Nachdruck' eine Novelle
des Waffengesetzes vorantreiben will, dann soll er endlich die
konkreten Fakten auf den Tische legen, denn über die Absicht allein
wird sich nichts ändern, und die äußert Leikam bereits seit bald
einem Jahr", so Moser.

Den Innenminister forderte Moser auf, die Behörden auf ein
restriktiveres Vorgehen bei der Ausgabe von Waffen einzuschwören.
Ebenso sei, abgesehen von der Notwendigkeit effizienterer
psychologischer Tests für Waffenscheinbesitzer, die tatsächliche
Sicherheitslage genauer zu prüfen. "Dem Argument, die Waffe würde
zur eigenen Verteidigung gebraucht, widerspricht die Tatsache, daß
dieser Fall bei uns bisher noch nie eingetreten ist", schloß der
liberale Sicherheitssprecher.

(Schluß)

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