Schmerztherapien ohne Tabletten / Was alles sonst noch helfen kann

Stuttgart (ots) - Verhaltenstraining, elektrische oder mechanische Stimulation oder Nervenblockaden und Bewegungsprogramme werden immer häufiger zur Behandlung von Schmerzen eingesetzt und das mit Erfolg. Das berichtet die Zeitschrift Das Beste in ihrer Dezemberausgabe.

Über sieben Millionen Deutsche und mehrere Hunderttausend Österreicher leiden ständig oder häufig unter Schmerzen. Setzten Ärzte und Therapeuten früher nur auf Medikamente, so behandeln immer mehr Mediziner ihre Patienten mit vielseitigen Methoden.

Migräne-Kopfschmerzen entstehen zum Beispiel durch übermäßig verengte oder erweiterte Blutgefäße. Biofeedback ist ein Verfahren, bei dem die Schmerzpatienten lernen, gezielt Muskelspannung oder Gefäßweite zu beeinflussen. Wichtige Hilfe leisten dabei Apparate, die die Hauttemperatur und so die Weite der Blutgefäße oder die Spannung der Kopf-, Nacken- und Schultermuskulatur messen.

Meditation kann Patienten helfen, Schmerzen abzuschalten. Eine Studie an der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Bad Bramstedt zeigte, daß solche Methoden auch Patienten helfen, die schon über Jahre schmerzkrank sind. Sie empfinden nach der Behandlung ihre Schmerzen weniger stark, sind lebensfroher und körperlich aktiver.

Spezielles Rückentraining, bei dem besonders beanspruchte Muskeln gezielt gedehnt werden, beugt ebenfalls dem Schmerz vor. Ein Team aus Ärzten, Psychologen und Krankengymnasten an der Universität Göttingen erzielte beachtliche Erfolge: Von 90 Patienten, die etwa seit neun Monaten wegen ihrer Rückenschmerzen nicht gearbeitet hatten, nahmen nach der Behandlung rund zwei Drittel wieder eine Arbeit auf.

Dr. Achim Denner vom Forschungs- und Präventionszentrum (FPZ) in Köln stellte fest, daß Patienten, die über Rückenschmerzen klagten, an der Halswirbelsäule etwa 25 Prozent und am Rumpf gut 10 Prozent weniger Kraft und Ausdauer aufbrachten als schmerzfreie Test-Personen. Er entwarf für Schmerzpatienten individuelle Trainingsprogramme für den Muskelaufbau.

Musik kann Patienten helfen, weniger Streßhormone und mehr körpereigene Schmerzmittel zu produzieren. Klassik von Bach erweist sich dabei als wirkungsvoller als moderne Musik von Stockhausen.

Immer mehr Ärzte und Patienten sind von der Wirksamkeit von Akupunktur überzeugt. Richtig angewandt kann Akupunktur auch bei chronischen Schmerzen helfen.

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