ARBÖ warnt: Auch bei nachträglicher Kenntnis einer Verletzung eines Beteiligten an einem Verkehrsunfall besteht Meldepflicht bei der Behörde

Wien (ARBÖ) - Bei einem Verkehrsunfall mit Verletzten ist bekanntlich sofort die nächste Polizei- oder Gendarmeriedienststelle zu verständigen. Wenn bei einem Unfall ausschließlich Sachschaden entstanden ist, kann eine solche Verständigung unterbleiben, wenn die Unfallbeteiligten Namen und Adressen ausgetauscht haben.

Was passiert aber, wenn sich die Unfallbeteiligten an der Unfallstelle versichern unverletzt zu sein, einer der Beteiligten dann aber wenige Stunden nach dem Unfall erfährt, daß ein anderer Beteiligter - entgegen seinen ersten Angaben an der Unfallstelle -sehr wohl eine Verletzung davon getragen hat?

"Damit ist die Verständigungspflicht wieder gegeben", erklären die ARBÖ-Verkehrsjuristen. Nach einem Erkenntnis des Verwaltungsgerichtshofes bestehe diese bis zu zwölf Stunden nach dem Unfall. Denn innerhalb dieser Zeitspanne können polizeiliche Erhebungen am Unfallort noch zielführend sein, und das sei der Zweck der behördlichen Meldung eines Verkehrsunfalles.

Der ARBÖ rät daher jedem Unfallbeteiligten, der im nachhinein von der, wenn auch nur leichten Verletzung eines anderen Unfallbeteiligten erfährt, unverzüglich die nächste Polizei- oder Gendarmeriedienststelle zu verständigen.

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