Michalitsch: NÖ setzt konkrete Schritte für die Attraktivierung der Mariazellerbahn

Niederösterreich, 21.11.97 (NÖI) "Die Talstrecke der Mariazellerbahn feiert 1998 ihr 100jähriges Bestehen. Für das Land Niederösterreich kein Anlaß, in nostalgischer Verklärung den Blick nach rückwärts zu richten, sondern vielmehr dazu, konkrete Schritte in die Zukunft zu setzen. Im Gegensatz zur SP-NÖ, deren Exponenten sich zwar als Väter der Mariazellerbahn bezeichnen, deren Parteifreunde bei ÖBB und Verkehrsministerium aber die Einstellung des Güterverkehrs nicht nur auf der Mariazellerbahn, sondern auch auf zahlreichen anderen Linien in Niederösterreich beschließen wollen, arbeitet das Land Niederösterreich an konkreten und realisierbaren Maßnahmen", stellte heute LAbg.
Martin Michalitsch fest.****

Bestes Beispiel dafür ist das im Oktober 1997 beschlossene Landesverkehrskonzept, das als eine Maßnahme die Wiederaufnahme
des Güterverkehrs auf der Mariazellerbahn zwischen Schwarzenbach und Mariazell/Gußwerk in Abstimmung mit dem Land Steiermark vorsieht. Wie ernst dem Land Niederösterreich die Erhaltung der Mariazellerbahn ist, beweist die jährliche Zahlung von 31
Millionen Schilling an die ÖBB allein für die Erhaltung des Personenverkehrs auf der Gesamtstrecke bis Mariazell, so der Abgeordnete weiter.

Seitens der ÖBB vorzulegende Konzepte für eine durchgreifende Modernisierung und kundengerechte Entwicklung dieser einmaligen Schmalspurbahn liegen bis heute noch immer nicht vor. Da Personen-und Güterverkehr gemeinsam zu betrachten sind, hat das Land Niederösterreich die Initiative ergriffen und beschlossen, gemeinsam mit dem Land Steiermark und den ÖBB ein unabhängiges Gutachten in Auftrag zu geben, das alle bisher vorliegenden
Konzepte kritisch durchleuchtet und Empfehlungen für eine tatsächlich zukunftsorientierte Entwicklung der Mariazellerbahn geben wird. Dieser Weg wurde bei der Zahnradbahn auf den
Schneeberg bereits erfolgreich beschritten, die Ergebnisse
umgesetzt und erst unlängst hochmoderne Züge bestellt, erklärte Michalitsch. "Die SP-NÖ wäre gut beraten, sich an beschlossenen Fakten zu orientieren, statt über Presseaussendungen die weitere Bestellung jener horrend teuren Triebwagen zu verlangen, die seit Jahren nicht funktionieren und für einen Güterverkehr völlig ungeeignet sind."
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