Gruber: Droht nach Pröll-Alleingang nun ein neuer Arbeitskampf auf dem Rücken der Handelsbediensteten?

Neoliberaler Wirtschaftskurs der VP-Niederösterreich könnte auf alle Arbeitnehmer durchschlagen

St. Pölten, (SPI) - "Interpretiert man die Äußerungen von Funktionären der Wirtschaft betreffend der Liberalisierung der Öffnungszeiten - hervorgerufen durch die Sonderverordnung des Landeshauptmannes für das Multiplex-Center in Wiener Neudorf - so dämmert in Niederösterreich - ja in ganz Österreich - offenbar ein neuer Arbeitskampf herauf. Mit seinem Alleingang hat der Landeshauptmann von Niederösterreich alle unselbständig Beschäftigten jener Wirtschaftslobby ausgeliefert, welche mit Arbeitnehmerrechten und Arbeitszeitregelungen ohnehin wenig am Hut hat", stellt der niederösterreichische SP-Labg. Karl Gruber in einer Stellungnahme fest.****

"Die heutige Demonstration der GPA im Regierungsviertel von St. Pölten - welche völlig berechtigt weitere Verschlechterungen für die Arbeitnehmer befürchtet - könnte nur der Auftakt zu einem neuen Arbeitskampf über die völlige Freigabe der Arbeitszeitregelungen sein. LH Pröll hat nicht Wort gehalten -bereits am ersten Sonntag waren Beschäftigte auf Werkvertragsbasis in den Geschäften des Multiplex tätig. Warum sollten die Arbeitnehmer Pröll, der NÖ VP und der neoliberalen Wirtschaftslobby Glauben schenken, welche trotz des erwiesenen Wortbruchs noch immer zu beschwichtigen versuchen? Die Befürchtungen der SP-Niederösterreich und vieler Gewerkschaftsvertreter, daß die Sonderverordnung nur ein Auftakt zur weiteren Untergrabung der Rechte der unselbständig Beschäftigten war, hat sich jedenfalls bereits am ersten Sonntag bewahrheitet", so Labg. Karl Gruber abschließend.
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