Scientology: Neues Gesetz für "religiöse Bekenntnisgemeinschaften" schafft "Religion zweiter Klasse" Scientology-Sprecher Böck: "Österreich wird zum Entwicklungsland in Sachen Religionsfreiheit"

Wien (OTS) - Als einen Versuch, in Österreich eine Art "Religion zweiter Klasse" einzuführen, bezeichnete heute die Scientology Kirche den von der ÖVP forcierten Gesetzesentwurf für die "Rechtspersönlichkeit von religiösen Bekenntnisgemeinschaften". "Wenn die ÖVP diesen Gesetzesentwurf tatsächlich in die Realität umsetzt, wird Österreich zum Entwicklungsland in Sachen Religionsfreiheit", kommentierte Scientology-Sprecher Böck den Entwurf.

"Wir sind der Auffassung, daß der Gesetzesentwurf eindeutig verfassungswidrig ist und im Falle der Beschlußfassung dem internationalen Ansehen Österreichs großen Schaden zufügt, wie dies auch kürzlich im Falle Rußlands geschehen ist", fuhr Böck fort. "Selbst in unserem Nachbarland Ungarn herrscht Gleichbehandlung gegenüber Religionsgemeinschaften, dort ist Scientology seit mehreren Jahren als Religion anerkannt und hat somit den selben Statuts wie die katholische Kirche", so Böck.

Obwohl die Scientology Kirche bereits 1988 vom Verfassungsgerichtshof eine Entscheidung erwirkt hat, nachdem das Kultusamt des Unterrichtsministeriums innerhalb von sechs Monaten eine Entscheidung über den Antrag für Religionsanerkennung zu treffen hat, hat das Kultusamt den Antrag der Kirche erfolgreich mehr als 20 (!) Jahre verschleppt. "Diese Verfassungswidrige Praxis sollen nun durch den neuen Gesetzesentwurf weiter geführt werden", so Böck.

Durch das neue Gesetz wären Baptisten, Hinduisten, Zeugen Jehovas genauso wie Anhänger diverser christlicher und indischer Gruppen stigmatisiert. Bedenkt man z.B., daß der Präsident der Vereinigten Staaten, Bill Clinton, Baptist ist, in Österreich aber durch das Gesetz als Anhänger einer "Religion zweiter Klasse" angesehen wird, erkennt man die Absurdität dieses Vorhabens.

"Wenn die "Hardliner" der ÖVP, Familienminister Bartenstein und Werner Amon dieses Gesetz tatsächlich durchbringen, ist der Diskriminierung gegenüber hundertausender Österreicher Tür und Tor geöffnet", sagte die Präsidenten der Scientology Kirche, Andrea Westhoff. "Wird das Gesetz angenommen, so werden wir es vor dem Verfassungsgerichtshof anfechten und wenn nötig bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gehen", schloß Westhoff.

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