VOTRUBA : TAGESMÜTTER KEIN BILLIGER KINDERGARTENERSATZ

Tagesmütter als wichtiges Betreuungsangebot auch so behandeln

St. Pölten (SPI) Die Tagesmütter sind ein wichtiger Bestandteil des Kinderbetreuungsangebotes in Niederösterreich und aus den Betreuungsmöglichkeiten gemeinsam mit den Kleinkindergruppen, den Kindergärten und den privaten Initiativen im Interesse der Wahlfreiheit der Eltern nicht wegzudenken. Tagesmütter sind, wie Frauenministerin Prammer und
Sozialministerin Hostasch gestern richtig festgestellt haben, kein billiger Kindergartenersatz und dürfen deshalb auch nicht so behandelt werden, stellte Landesrätin Traude Votruba Donnerstag
zur gestrigen Präsentation des Projekts "Cinderella" durch die beiden Ministerinnen klar und begrüßte die Schaffung eines einheitlichen Berufsbildes ‘Tageseltern’, die sozialrechtliche Absicherung der Tagesmütter sowie die Bestrebungen, über Kollektivverräge eine einheitliche Entlohung und Qualitätsstandards festzuschreiben.

Gerade in Niederösterreich sind von den hunderten Tagesmüttern nur ganz wenige regulär beschäftigt, der Großteil leistet zwar eine sehr wichtige Arbeit, muß aber trotzdem auf eine soziale Absichung und spätere Pension verzichten. "Es kann auf Dauer nicht verantwortet werden, die gesellschaftliche
Verpflichtung Kinderbetreuungsangebote in ausreichender und bedarfsgerechter Weise anzubieten, auf Frauen zu übertragen, ihnen aber jedwede gesetzliche Ansprüche und die Sicherheit im Alter zu verwehren", betonte die Landesrätin. Gerade die ersten Jahre der Kinder sind für deren spätere Entwicklung ungeheuer wichtig und deshalb obliegt den betreuenden Personen eine gewaltige Verantwortung. "Die mehrjährige Ausbildung der Kindergärtnerinnen hat zum guten Ruf unserer Kindergärten und dem hohen kindergartenpädagogischen Niveau beigetragen. Die Tagesmütter bieten dafür den Vorteil der persönlicheren Betreuung, was es seitens der Eltern abzuwägen gilt. Eine entsprechende umfassende Grundausbildung, die über die derzeitig vorgeschriebene Minimalvariante hinausgehen muß, ist aber Voraussetzung zur Schaffung des Berufes Tagesmutter", so Votruba weiters.

Die Schaffung des Berufes Tagesmutter, wobei gegen Tagesväter überhaupt nichts einzuwenden ist, wird gleichzeitig zum Maßstab für die wirkliche Aufrichtigkeit des Bekenntnisses zu einer qualitativ bestmöglichen Betreuung der Kinder und zur Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze vor allem für Frauen. "Ich hoffe im Interesse der Eltern, der Kinder und der beschäftigungssuchenden Frauen, daß diese Aufrichtigkeit über den sozialdemokratischen Bereich hinausgeht und auch in Niederösterreich Früchte trägt", schloß Votruba.
(Schluß)nk/ns

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