Präsidentschaftsbewerber Lugner will Wahlkampfbudget von der Steuer absetzen

Vorausmeldung zu NEWS Nr.47/20.11.1997 Lugner im News-Interview: "Ich will doch ein starker Präsident sein."

Wien (OTS) - In einem Interview mit dem heute erscheinenden Nachrichtenmagazin News erklärte der unabhängige Präsidentschaftskandidat Lugner, sein Wahlkampfbudget von geschätzten 10 Millionen als "Erwerbssicherung" von der Steuer absetzen zu wollen. Moralische Bedenken, seine politischen Ambitionen vom Steuerzahler finanzieren zu lassen, hat Lugner nicht: "Das machen doch alle."

Über sein Rollenverständnis als eventueller Bundespräsident erklärt Lugner entgegen früheren Ankündigungen, doch "ein starker Bundespräsident" sein zu wollen. Mit der Regierungsbildung würde er nur jemanden beauftragen, der seine Bedingungen (Parteiunabhängige(r) Rechnungshofpräsident, Höchstrichter, Hörer- und Seher-Vertretung) erfüllen werde.

Im News-Gespräch setzt er seine Angriffe auf den amtierenden Bundespräsidenten Klestil fort: "Was hat er denn bitte bisher geleistet, außer Spaliere abschreiten und Kränze niederlegen? Überall wird jetzt kolportiert, er hätte einen schwarz-blauen Putsch verhindert. Da wird ihm eine Heldenrolle umgehängt, die ihm nicht zusteht. Ich lese doch auch Zeitungen und sehe die ZiB - ich hatte aber nie den Eindruck, daß wir am Rande des Absturzes in die Dritte Republik stehen. Ich werfe Klestil vor, daß er seine Rechte und Pflichten nicht ausreichend einsetzt."

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