EU-Regionalförderprogramme

LR Freibauer: Spitzenposition Niederösterreichs

St.Pölten (NLK) - Bei der Umsetzung der EU-Zielprogramme im
Rahmen der Regio-nalförderung nimmt das Land Niederösterreich innerhalb von Österreich eine Spitzen-position ein. Bis Mitte 1997 wurden bereits 39,3 Prozent des Gesamtfördervolumens von 4,8 Milliarden Schilling der bis Ende 1998 laufenden beiden Eu-Programme Ziel 2 (Erneuerung alter Industriegebiete) und Ziel 5b (Entwicklung des ländlichen Raumes) in Anspruch genommen (Österreich-Durchschnitt: 36,8 Prozent). Nur im Burgenland, das
als Ziel 1-Gebiet innerhalb Österreichs eine Sonderstellung
innehat und einen Startvorteil bei der Programmumsetzung hatte,
ist der derzeitige "Ausschöpfungsgrad" der vorgesehenen Fördergelder noch etwas höher (43,9 Prozent). Unter den sieben "Ziel 2- bzw. Ziel 5b-Bundesländern" liegt jedoch Niederösterreich klar an der Spitze, betonte heute Landesrat Edmund Freibauer. Die Werte der übrigen Länder liegen zwischen 28,3 und 36,4 Prozent.

Mit einem Förderungsaufwand von 1.883 Millionen Schilling,
davon 717 Millionen Schilling EU-Strukturfondsmittel, 1.166 Millionen Schilling nationale Mittel, wurden bis Mitte 1997 in den niederösterreichischen EU-Zielgebieten insgesamt rund 2.400 Pro-jekte unterstützt. Auf diese Weise wurden in den strukturschwächeren Landesteilen Investitionen im Umfang von rund 8,9 Milliarden Schilling in Gang gesetzt. Ein Förder-schilling ist demnach mit dem 4,7fachen an - überwiegend privatwirtschaftlichen
- In-vestitionen verbunden. Das Spektrum der geförderten Projekte reicht von der Diversi-fizierung der bäuerlichen Landwirtschaft über die Gewinnung erneuerbarer Energie, die Dorferneuerung, die Errichtung wirtschaftsnaher Infrastrukturen, sektorübergrei-fende regionale Modellprojekte, betriebliche Investitionen in Industrie, Gewerbe und Tourismus bis zu Qualifizierungsprogrammen für ArbeitnehmerInnen und für arbeits-lose Personen.

Landesrat Mag. Edmund Freibauer stellt zu dieser erfreulichen Zwischenbilanz der Regionalpolitik unter Beteiligung der EU fest:
"Dieser Erfolg ist getragen von der un-verkennbaren
wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung in den niederösterreichischen Förderregionen, die sich auch in entsprechenden Arbeitsplatzuwächsen äußert. Zweifellos ist der überdurchschnittliche Ausschöpfungsgrad der EU-Regionalförderung in Niederösterreich aber auch der professionellen Arbeit der Förderungs- und Koordinierungsstellen des Landes sowie dem Einsatz der Regionalmanagements und der vielen lokalen Aktivisten und Aktivistinnen zu verdanken. Ich bin daher zuversichtlich, daß auch in der noch verbleibenden Laufzeit der EU-Regionalförderprogramme erfolgreiche Umsetzungsarbeit geleistet werden wird."

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