ÖBB weisen Vorwürfe zurück

Wien (OTS) - Entgegen den Aussagen von Brigid Weinzinger, Grüne Spitzenkandidatin für Niederösterreich, hat ÖBB-Finanzvorstand Fritz Proksch im Juli dieses Jahres nicht erklärt, daß an keine Erhöhung des Tarifs für Zeitkarten gedacht sei. Der ÖBB-Vorstand hatte in einer Aussendung bekanntgegeben, daß für 1997 keine Erhöhung geplant sei. Die ÖBB verwahren sich daher gegen den Vorwurf, daß man sich auf ÖBB-Zusagen offensichtlich nicht verlassen könne.

Ebenso liegt die Tarifanpassung bei Monatsstreckenkarten für kurze Strecken (1 bis 15 km Fahrtstrecke) nicht wie von Weinzinger angegeben bei rund 25 Prozent, sondern durchschnittlich bei 19,3 Prozent.

Für die Strecke Krems-St.Pölten werden Jahreskarten angeboten (12 Monate fahren - 10 Monate zahlen), sodaß sich ein Jahrespreis von 7.200 Schilling ergibt, während die Grüne Spitzenkandidatin Gesamtkosten von 9000 Schilling angibt.

Auch die Behauptung, daß die Tariferhöhung 1995 (+16 Prozent bei Zeitkarten) nur Mehreinnahmen von 2 Prozent erbracht hätte, entbehrt jeglicher Grundlage.

Bei der ab 1.1.1998 in Kraft tretenden Tarifanpassung steht die Harmonisierung der ÖBB-Tarife mit jenen der Verkehrsverbünde im Vordergrund. Die veranschlagten Mehreinnahmen gehen ausschließlich in Qualitätsverbesserungsmaßnahmen und kommen damit wieder den ÖBB-Kunden zugute. So investieren die ÖBB im Rahmen einer Nahverkehrsoffensive mehr als 6 Mrd. S in 240 neue Doppelstockwagen und rund 700 neuausgestattete Waggons. Im internationalen Vergleich fahren ÖBB-Kunden noch vergleichsweise günstig. In Deutschland und der Schweiz liegen die Preise für vergleichbare Transportleistungen um 40 bis 50 Prozent höher.

Ab 1. Jänner 1998 werden den Pendlern auch deutlich mehr Züge ohne Mehrkosten zur Verfügung stehen: Durch die Abschaffung des EuroCity-Zuschlags in der 2. Klasse sowohl bei Zeit- wie auch Einzelkarten ergibt sich eine Ersparnis zwischen 10 und 18 Prozent. Die Pendler können diese Züge ab Jänner ohne Aufpreis benützen.

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