LIF vor Sitzung der Parkraumkommission: Svihalek soll von ihm ausgerufenen"Parkpickerlstop" neu überdenken

Pöschl: Parkraumbewirtschaftung stufenweise auf ganz Wien ausdehnen

Wien (OTS) Die morgige Sitzung der Parkraumkommission wird nach Ansicht des Liberalen Forums Aufschluß über die weitere Vorgangsweise der Stadt Wien zum Thema Parkpickerl bringen. "Wir sind gespannt", so GR Hanno Pöschl, Verkehrssprecher des Liberalen Forums Wien, "ob Stadtrat Svihalek jetzt zu seinem Wort steht und den Grundsatzbeschluß eines Bezirks - wie er im 2. Bezirk erfolgt ist - respektiert, so wie er es in einer Beantwortung zu einem Antrag des Liberalen Forums zur Einführung des Parkpickerls schriftlich festgelegt hat".****

Nach dem Grundsatzbeschluß im 2. Bezirk, der eine Einführung des Parkpickerls vorsieht, ist nun das Rathaus am Zug. "Wir erwarten, daß Stadtrat Svihalek jetzt zu seinem Wort steht und diesen Grundsatzbeschluß respektiert und das Parkpickerl - nach Ansicht der Liberalen mit einigen Nachbesserungen - im 2. Bezirk umsetzt" so der liberale Verkehrssprecher. Die im Antrag von SP und Grünen vorgeschlagene grätzlweise Einführung des Parkpickerls in der Leopoldstadt wird, sollte sie wirklich so kommen, nach Ansicht der Liberalen, wohl auch einiges an Nachteilen mit sich bringen. "Es kann doch wohl nicht Sinn der Parkraumbewirtschaftung sein", so der Liberale Gemeinderat, "daß wir Gebiete wie zum Beispiel den Prater oder den Schüttel zu großflächigen "Gratis-Park&Ride-Zonen" zu machen. Wir werden jetzt alles unternehmen , um die notwendigen Nachbesserungen in der Parkraumkommisssion zu erreichen", so Pöschl.

"Die nächsten Bastionen, die fallen sind der 20.Bezirk und der 3. Bezirk", so Pöschl weiter. Pöschl erneuerte in diesem Zusammenhang die Forderung des Liberalen Forums nach einer stufenweisen, flächendeckenden Einführung des Parkpickerls in ganz Wien. "Wir haben bereits einen 5-Sufen-Plan für Wien vorgelegt und werden weiter alles daran setzen dieses Konzept umzusetzen, denn das Parkpickerl ist für uns das wichtigste Instrument der Wiener Verkehrspolitik".

"Die vom Liberalen Forum schon vor der Einführung
der Parkraumbewirtschaftung vorhergesagten Effekte sind in den bewirtschafteten Gebieten eingetreten" so Pöschl. Das Stellplatzangebot für Anrainer wurde verbessert, da die Stellplatzauslastung um bis zu 38% zurückging. Weiters gelang die Rückgewinnung von öffentlichem Raum, denn 12% sind in Garagen ausgewichen. Das Verkehrsaufkommen
ging zurück, die PKW - Fahrleistung sank um 18%, die durchschnittliche Parkplatzsuchzeit sank ebenfalls von 3 auf 9 Minuten. Besonders erfreulich sei, so Pöschl, daß eine Bewußtseinsbildung zu einer sinnvollen
Verkehrsmittelwahl Platz greife, denn 25 % jener Personen, die früher ihren PKW im öffentlichen Straßenraum abgestellt haben, seien auf den
öffentlichen Verkehr umgestiegen.

Die Parkraumbewirtschaftung sei "der einzige Erfolg der Wiener Verkehrspolitik" und sie werde auch von der Bevölkerung angenommen. "Zwei Drittel der befragten Personen in den Bezirken bewerten das Parkpickerl positiv" so Pöschl weiter.

"Jetzt müßte die Parkraumbewirtschaftung so schnell wie
möglich ausgedehnt werden, aber der verzweifelte Ruf
vieler Bezirke nach einer Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung ist anscheinend kein ausreichender Grund umgehend zu reagieren." "Morgen wird sich zeigen", so Pöschl abschließend "ob die ängstliche Verzögerungstaktik fortgesetzt wird, oder die Erfolgsstory Parkpickerl eine Fortsetzung erfährt"

(Schluß)

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