HÖGER : VERANTWORTUNGSLOS GEGEN ÖSPAG-BESCHÄFTIGTE

Obwohl MBO fertig und alle Förderungen parat, "Nein" aus der CH

St. Pölten (SPI) Obwohl das von Dr. Hambrusch angebotene MBO mit der Laufen bereits fertig ausverhandelt war und sämtliche Förderungsschienen geöffnet waren, hat nun die Laufen AG dieses MBO abgelehnt. Dieses Vorgehen ist eine Verantwortungslosigkeit gegenüber den Beschäftigten der ÖSPAG und zeigt, daß die Laufen AG in Wahrheit nicht an einer positiven Lösung interessiert war, kritisierte Dienstag Landeshauptmannstv. Ernst Höger, der in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und Dr. Hambrusch unter Einbindung sämtlicher Förderungsmöglichkeiten das MBO mit vorbereitet hatte. "Wir haben alles unternommen, um die ÖSPAG, die Arbeitsplätze der dort Beschäftigten und den Markennamen Lilienprozellan als Tradtionsmarke in Wilhelmsburg zu halten -
aber die Menschen und Werte, für die wir unseren Kampf um jeden Arbeitsplatz in Niederösterreich führen, zählen für manche Vertreter des internationalen Kapitals nichts mehr", stellte Höger klar.

Über 200 Jahre gehörte Lilienprozellan zur österreichischen Tischkultur, als beispielgebende österreichische Qualität aus heimischer Produktion. "Nun sollen tschechische Produkte unter diesem guten Namen vermarktet werden. Es wird sich zeigen, ob die österreichischen Konsumenten diesen Affront gegenüber den Beschäftigten, die jetzt bis auf rund 20 Mitarbeiter des Vertriebs ihren Arbeitsplatz verlieren, akzeptieren und der Marke auch weiterhin die Treue halten werden", erklärte der Landeshauptmannstv. weiters. "Denn nur wenn wir uns auf allen
Ebenen gegen solche verantwortungslose Vorgangsweisen wehren,
werden die Konzernherren auch begreifen, daß so mit uns nicht umgegangen werden kann", stellte Höger klar.

Für die Mitarbeiter der ÖSPAG steht bereits ein Sozialplan der sofort zu greifen beginnt und wir werden uns überlegen, wo und mit welchen Umschulungen neue Arbeitsplätze geschaffen werden können, betonte der Landeshauptmannstv. weiters, der in diesen bitteren Stunden für Wilhelmsburg und die dortigen Arbeitnehmer bekräftigte, wie "wichtig es gerade deshalb ist, um jeden
einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen und SPÖ wie ÖGB und AK unverrückbar an der Seite der Beschäftigten stehen". (Schluß)nk/ns

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