Europäische Allianz mit AGF

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Freundliches Übernahmeangebot für 320 Ffr pro Aktie

Die Allianz AG hat heute der französischen Finanz- und Kapitalmarktaufsicht (COB) ein Übernahmeangebot für alle Aktien und Wandelobligationen der französischen Versicherungsgesellschaft Assurances Générales de France (AGF) vorgelegt. Dieses Angebot ist das Ergebnis freundschaftlicher Gespräche zwischen beiden Gesellschaften und wurde vom Verwaltungsrat der AGF in seiner Sitzung am 17.11.1997 begrüßt.

Die Allianz wird 320 Ffr pro Aktie für bis zu 100 Prozent der AGF Stammaktien anbieten ("Principal Offer"). Aktionäre der AGF, die ihre Aktien behalten möchten, können sich für den Erhalt eines verbrieften, getrennt handelbaren Rechtes ("Detachable Right") entscheiden. Dieser Schein garantiert einen Wert, der bei Koppelung mit einer Aktie in Juni 2000 nicht weniger als 360 Ffr beträgt ("Alternative Offer"). Damit wird bezweckt, einen großen Minderheitsanteil der aktuell gehandelten AGF Aktien auch in Zukunft im Streubesitz zu halten.

Im Rahmen des "Principal Offer" wird die Allianz beim Abschluß des Übernahmeangebots alle angebotenen Aktien zu einem Barwert von 320 Ffr pro Aktie abnehmen.

Im Rahmen des "Alternative Offer" wird die Allianz jedem Aktionär für jede angebotene Aktie ein zusätzliches verbrieftes Recht anbieten ("Detachable Right"). Dieses verbriefte Recht ist mit folgenden Merkmalen ausgestattet:

- Sollte der Kurs der AGF-Aktie bei Endfälligkeit (Juni 2000) bei 320 Ffr oder niedriger liegen, haben die Aktionäre die Option, ihre Aktien gemeinsam mit dem verbrieften Recht ("Detachable Right") zu 360 Ffr der Allianz anzubieten.

- Sollte der Kurs der AGF-Aktie bei Endfälligkeit aber über 320 Ffr und unter 360 Ffr liegen, erhalten die Inhaber der "Detachable Rights" die Differenz zwischen dem Kurswert und 360 Ffr.

Für die AGF Wandelobligationen, die im Mai 1997 zu einem Preis von 220 Ffr ausgegeben wurden (OSCARS), wird ein Preis von 320 Ffr geboten.

Das Übernahmeangebot ("Principal Offer") der Allianz umfaßt alle aktuell ausgegebenen bzw. ausstehenden Aktien, auch die aus der Umwandlung der Wandelobligationen sowie aus dem Umtauschangebot der Aktien von Worms & Cie. oder aus der Ausübung von Optionen (insgesamt bis zu 188.478.937 Aktien). Sollten weniger als 51 Prozent der dann voll umgewandelten AGF Aktien im "Principal Offer" angeboten werden, hat die Allianz das Recht, den zu 51 Prozent fehlenden Anteil des "Principal Offer" durch die im "Alternative Offer" angebotenen Aktien zu ersetzen.

Voraussetzung für die Gültigkeit des gesamten Angebots ist, daß die Allianz mindestens 51 Prozent der AGF übernehmen kann. Beide Angebote müssen zunächst von der Börsenkommission (COB), dem Wertpapieraufsichtsamt (CMF) und dem Finanzministerium, der EU-Kommission sowie den entsprechenden Aufsichtsbehörden aller Märkte, in denen die AGF und Allianz operativ tätig sind, genehmigt werden.

Die AGF wird innerhalb des vergrößerten Unternehmensverbundes neben Frankreich auch in einer Reihe von anderen Märkten wichtige Führungsverantwortung inne haben und die französische Konzerngesellschaft der Allianz übernehmen. In Frankreich wird die neue - durch die Athéna verstärkte - Gruppe in der Schaden- und Unfallversicherung Platz 2 und in der Lebensversicherung Platz 4 einnehmen. Die Anteile von Allianz und AGF an der Aachener und Münchener Versicherungsgruppe werden nicht als strategische Investitionen betrachtet.

Mehr Shareholder Value

Das vorliegende Angebot bewertet die AGF mit einer Prämie von 36 Prozent gegenüber dem Kassakurs am 10. Oktober 1997, unmittelbar vor der Aussetzung des Kurses am 13.10.1997.

Preis und Finanzierung

Der Preis für den Erwerb von 51 Prozent ("Principal Offer") wird voraussichtlich insgesamt gut 9 Milliarden DM betragen. Die Allianz beabsichtigt, hiervon ca. 4 Milliarden DM aus eigener Liquidität aufzubringen und den Rest über den Kapitalmarkt zu finanzieren.

Ende der Mitteilung

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