Keine Toleranz für Alko-Lenker!

Schwerer Wochenend-Unfall auf der Westautobahn - KfV: Sofort Maßnahmen setzen: 0,5-Promille-Grenze und Punkteführerschein könnten Alpträume wie diesen verhindern!

Wien (OTS) - 2,1 Promille, 180 km/h: Die fatalen Hauptfaktoren
eines schrecklichen Unfalls Samstag abend auf der Westautobahn. Der schwer alkoholisierte Pkw-Lenker, der bei stark überhöhter Geschwindigkeit einen Kleinbus mit einem Basketball-Team an Bord rammte, hat den Tod eines 14jährigen und mehrere Schwerverletzte auf dem Gewissen.

Nach Ansicht der KfV-Experten wären die Herabsetzung des Alkohollimits und der Punkteführerschein ein wichtiges Signal: Die meisten Lenker würden sich nicht mehr an den relativ hohen 0,8-Grenzwert "herantrinken", notorische Verkehrsrowdies hätten keine "Narrenfreiheit" mehr. Erfahrungen mit der Einführung der 0,5-Promille-Grenze in anderen Ländern zeigen außerdem: Nicht nur die niedrigen, sondern auch die hohen Alkoholisierungsbereiche werden vom herabgesetzten Alkohollimit im Sinne der Verkehrssicherheit beeinflußt, d.h. es werden auch weniger höheralkoholisierte Lenker verzeichnet.

Die Jahresstatistik 1997 wird Beweis genug für die dringende Notwendigkeit der Einführung von 0,5-Promille-Grenze und Punkteführerschein sein: Bis jetzt sind heuer - nach vorläufigen Zahlen - bereits 960 Verkehrstote zu verzeichnen, der Vergleichszeitraum des Vorjahres forderte endgültig 911 Todesopfer im Straßenverkehr.

In der Woche vom 10. bis 16. November 1997 starben 13 Menschen bei 12 tödlichen Unfällen. Die Unfallursachen: nichtangepaßte Geschwindigkeit (5), Vorrangverletzung (4), Überholen (1), Übermüdung (1) und Herzversagen (1). Alkohol war bei zwei tödlichen Unfällen Mitursache, zwei getötete Fahrzeuginsassen waren nicht angeschnallt.

Bitte beachten Sie auch Die Aussendung des BM f. Inneres (OTS0072).

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