Patententscheidung: Die Glaubwürdigkeit der Regierung steht am Spiel Utll: Ohne Patentschutz gehen Forschungsinvestitionen und Arbeitsplätze verloren

Wien (OTS) - Als "Nagelprobe für die Glaubwürdigkeit der österreichischen Forschungs-, Wissenschafts- und Wirtschaftspolitik" bezeichnete Erwin Schillinger, Präsident von Novartis Österreich, die bevorstehende Abstimmung im Hauptausschuß des Nationalrats über die Position Österreichs zur europäischen Patenschutzrichtlinie für biotechnologische Erfindungen. Denn 'ohne die Harmonisierung des europäischen Patentrechts', wie sie die Richtlinie anstrebt, wären in Österreich wie in Gesamteuropa 'künftige Forschungsinvestitionen in Milliardenhöhe sowie Zehntausende hochqualifizierte Arbeitsplätze gefährdet."

Es sei ein 'Irrtum' zu glauben, so Schillinger weiter, daß in der 'zusammenwachsenden Weltwirtschaft nur das finanzielle Kapital grenzenlos mobil' geworden sei, längst gelte dies 'auch für das geistige Kapital'. Und "wenn Sie heute einem Wissenschaftler nicht garantieren können, daß das Ergebnis seiner mehrjährigen Forschungstätigkeit geschützt ist, dann wird er entweder nicht mehr forschen, oder er wird dorthin gehen, wo ihm dieser Schutz gewährt wird."

Dieselbe "Gesetzmäßigkeit" gelte natürlich auch für Unternehmen und insbesondere für die pharmazeutische Industrie, die bereits heute jedes dritte neue Medikament gentechnisch herstellt. Denn ohne ausreichenden Schutz ihrer Forschungsergebnisse aus der Bio- und Gentechnologie sei der enorme Forschungs- und Entwicklungsaufwand -im Durchschnitt 3,5 Milliarden Schilling und rund zehn Jahre für jedes neue Arzneimittel - einfach nicht tragbar.

Als österreichische Beispiele aus dem eigenen Konzern nannte Schillinger das Novartis Forschungsinstitut in Wien und die Biochemie in Kundl. Allein in diese beiden Standorte fließen jährlich Forschungsinvestitionenin der Höhe von 900 Millionen Schilling. Rund 500 Arbeitsplätze in der Forschung sind direkt, weitere 1.000 Arbeitsplätze indirekt von diesen Investitionen abhängig. Ohne einen effektiven Patentschutz wären diese beiden Standorte längerfristig zweifelsohne bedroht.

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