Keusch: VP NÖ weiter auf Konfrontationskurs mit den Arbeitnehmern!

Verteidigungsstrategie zur Multiplex-Öffnung wird selbst von eigenen Funktionären belächelt!

St. Pölten, (SPI) - "Die ÖVP NÖ bestätigt mit der gebetsmühlenartigen Befürwortung der Sonderverordnung betreffend der Öffnungszeiten im Multiplex-Center wieder einmal die Zielrichtung ihrer neoliberalen Politik: Die langsame Zerschlagung von Arbeitnehmerrechten, die Aushöhlung von Schutzbestimmungen sowie die ausschließliche Bevorzugung von Unternehmens- und Wirtschaftsinteressen”, stellt SP-Labg. Eduard Keusch zur heutigen Befürwortung der Multiplex-Öffnung durch VP-Labg. Martin Michalitsch erneut fest.****

"Nicht einmal die VP NÖ kann den zu Recht beunruhigten Arbeitnehmern weismachen, daß diese Regelung ihr letzter Schritt
in Richtung weiterer Liberalisierung in Niederösterreich ist. Weiter darf es als extreme Verleugnung der Tatsachen bezeichnet werden, wenn die Volkspartei vollkommen den neu entstehenden Druck auf die unselbständig Erwerbstätigen negiert. Es darf doch niemand im Ernst annehmen, daß ein Arbeitnehmer auf Dauer den "Wunsch” der Unternehmensleitung nach Sonntagsarbeit ablehnen kann! Zwar nicht sofort, aber bei nächster Gelegenheit wird sich dieser Beschäftigte auf der Straße wiederfinden - und das Dank der VP NÖ, welche die Menschen und die Familien vollkommen der neoliberalen Wirtschaftslobby ausgeliefert hat. Nun betreibt die Volkspartei Niederösterreich nichts weiter als eine Verniedlichung der Tatsachen - doch die Menschen erkennen dies klar. Nachdem der Landeshauptmann die Tür zur Sonntagsarbeit weit aufgestoßen hat, ist es wohl mehr als unglaubwürdig, daß er sie betreffend der Arbeiter und Angestellten in der Zukunft fest verschlossen halten wird”, kritisiert Labg. Keusch.

"Selbst eigene Funktionäre bezweifeln die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme. Vor allem die neu entstehende Konkurrenzsituation mit kleinen und mittleren Handelsbetrieben führte in der ÖVP bereits zu geharnischten Protesten diverser Wirtschaftsvertreter. Die VP
NÖ widmet ihre Politik offenbar nur mehr den Interessen einiger weniger, welche es sich offenbar "politisch richten" können - von einer Politik für Menschen und Familien hat sie sich längst verabschiedet”, schloß Labg. Eduard Keusch.
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