Vielfalt statt Einfalt

THWA fordert: Kein Patent auf Leben und Klonierungsverbot von Tieren

Wien (OTS) - Die 1995 vom Europa-Parlament abgelehnte erste
Fassung der EU-Patent-Richtlinie, die das Patentieren von Genen, Tieren und Pflanzen wie auch Teilen des menschlichen Körpers gestattet hätte, scheint jetzt doch, von einigen geringfügigen Änderungen abgesehen, angenommen zu werden. Trotzdem sich sämtliche Abgeordnete, bei einer Anfrage des Tierhilfswerk Austria, gegen das Konen und gegen ein Patent auf Leben aussprachen, scheint Österreich nun im Rahmen der EU sich doch für diese Richtlinie einzusetzen. Sogar ÖVP-Klubobmann Andreas Khol, Bauernbund-Chef Georg Schwarzenberger und Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer versicherten dem THWA schriftlich, sich auch auf EU-Ebenen gegen das Patent auf Leben einzusetzen.

Jetzt, einige Monate später, sieht die Lage ganz anders aus, und Wirtschaftsminister Farnleitner gedenkt am 27. November für die Patent-Richtlinie zu stimmen. Dies bedeutet nicht nur, daß die Untershriften von 1,2 Mio. ÖsterreicherInnen vom Gentechnik -Volksbegehren schlichtwegs ignoriert werden, sondern, daß der gentechnischen Veränderung von Lebewesen und deren anschließenden Klonierung Tür und Tor offenstehen werden. Der britische Pharmakonzern PPL Therapeutics, der maßgeblich an der Entwicklung des "Klonschafes Dolly" beteiligt war, beantragte bereits vor einigen Monaten das Patent für seine "Erfindung" und zwar für alle Säugetiere. Dies inkludiert den Menschen! Am 18. November bietet sich im Zuge des Hauptausschusses die letzte Möglichkeit, Wirtschaftsminister Farnleitner parlamentarisch dahingehend zu binden, daß er gegen diese Patent-Richtlinie stimmt.

Das Tierhilfswerk Austria fordert die Bundesregierung nochmals auf das Nachdrücklichste auf, diese letzte Chance wahrzunehmen, und damit der Meinung von 1,2 Mio. ÖsterricherInnen Rechnung zu tragen und gegen das Patent auf Leben zu stimmen!

Rückfragen & Kontakt:

Tierhilfswerk Austria
Monika Zöhrer
Tel: 02243-22964 DW 15

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