OeNB - Entgegen den Behauptungen von Herrn Parteiobmann Dr. Haider am 13. November 1997 wird die OeNB im Rahmen der WWU keine Wertpapiere an die Europäische Zentralbank bzw. an das

Wien (OTS) - Europäische System der Zentralbanken abführen.

Die Behauptung von Parteiobmann Dr. Haider, bei
der er sich auf eine Meldung in der Financial Times vom
11. November 1997 beruft, beruht auf einer fehlerhaften Studie
aus Deutschland. Diese war am 5. Juni 1997 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert und von der OeNB am 10. Juni 1997
auch gegenüber einer entsprechenden Äußerung von Herrn
Dr. Haider richtiggestellt worden.

Die damalige Richtigstellung der OeNB hatte folgenden
Wortlaut:
"Die Oesterreichische Nationalbank muß im Gegensatz zu der von
Dr. Haider vertretenen These an die Europäische Zentralbank
keine Geldschöpfungsgewinne "abtreten". Die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angegebenen rund 35 Mrd S, die als Umverteilungseffekte auftreten könnten, sind nach Berechnungen
der OeNB jedenfalls als weit überhöht anzusehen.

Die in dem oben angeführten Artikel verbreiteten Daten sind nicht nachzuvollziehen, da aufgrund der zahlreichen
Unbekannten, die derzeit noch zu diesem Themenkomplex
vorliegen, es praktisch unmöglich ist irgendwelche zahlenmäßige Angaben hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Österreich zu treffen. So hängt die Verteilung der Notenbankgewinne direkt
mit der Anzahl der Teilnehmer und dem Teilnehmerkreis an der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) zusammen. Auch ist die Nachfrage nach Notenbankgeld, die den Gewinn der Notenbanken maßgeblich beeinflußt, für die WWU nicht vorherzusagen. Darüber hinaus werden in den Arbeitsgruppen des Europäischen Währungsinstituts (EWI) derzeit Maßnahmen, die die
Negativeffekte in der Übergangszeit minimieren sollen,
diskutiert."

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