300 Millionen Schilling Förderungen für Alternativenergien

Umwelt- und Landwirtschaftsministerium richten Ökoenergiefonds ein

Wien (OTS) - Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium richten einen Ökoenergiefonds für Biomasse- und Biogasanlagen ein. Dabei werden Mittel in der Höhe von ÖS 150 Mio. zur Förderung von Biomasse/Biogas gemeinsam aufgebracht. Darüberhinaus stellt der Umweltminister für weitere energierelevante Förderungen Gelder im Ausmaß von ÖS 150 Mio. zur Verfügung.

Vor allem Anlagen, die Energie aus Biomasse oder Biogas
erzeugen, sollen durch die finanzielle Starthilfe neu entstehen, erklärte Umweltminister Dr. Martin Bartenstein heute, Mittwoch,
bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Landwirtschaftsminister Mag. Wilhelm Molterer in Wien.

Die Zusammenarbeit der beiden Ministerien umfaßt sowohl die Kofinanzierung rein land-wirtschaftlicher Maßnahmen als auch Gemeinschaftsprojekte. Das Landwirtschaftsministeri-um kann an
sich nur Alternativenergie-Projekte von agrarischen Betrieben oder Genossen-schaften fördern. "Aufgrund der komplementären Förderstruktur der beiden Ressorts, ist diese Kooperation daher äußerst sinnvoll", erläuterte BM Molterer. Über Konsortialförderungen soll es nun künftig möglich sein, daß beide Ressorts gemeinsam die Förderungsintensität pro Förderungsfall aufrechterhalten und die für die Anlage notwendigen Mittel bereitstellen. Bartenstein erwartet durch dieses Modell vor allem neue land- und forstwirtschaftliche Biomasse- bzw. Biogasprojekte.

Neu ist auch die Möglichkeit von branchenübergreifenden Gemeinschaftsprojekten zwi-schen Bauern und Gemeinden, Vereinen
oder Energieversorgern. "Daher ist diese Förderinitiative vor
allem auch regionalwirtschaftlich von großer Bedeutung", hob BM Molterer hervor. So soll beispielsweise die Beteiligung von Sägewerken und anderen holzverarbeitenden Betrieben an Biomasseheizwerken stärker gefördert werden.

350 Millionen Schilling Investitionsvolumen - Vereinfachte Förderanträge

Gespeist wird der 150-Millionen-Schilling-Topf zu gleichen Teilen vom Umweltministeri-um und dem Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit den Ländern. Das ausgelöste Inve-stitionsvolumen bezifferte Bartenstein mit rund 350 Millionen Schilling. Außerdem profitie-ren potentielle Förderwerber von einer vereinfachten Abwicklung: Sie können branchenüber-greifende Kooperationen eingehen und ein gemeinsames Ansuchen bei (irgend)einer befaßten Förderungsstelle einbringen (entweder bei der Österreichischen Kommunalkredit oder den Ländern bzw. den Landwirtschaftskammern). Die interne Aufteilung der förderungsfähigen Anteile erfolgt von den Förderungsstellen selbständig.

Zusätzlich zur Kooperation stellt das Umweltministerium weitere 150 Millionen Schilling zur Verfügung, mit denen die Revitalisierung von Kleinwasserkraftwerken, Geothermie,
Deponiegas, thermische Solaranlagen, Photovoltaikprojekte und Windkraftanlagen gefördert werden. Mit diesen 150 Mio. Schilling wird ein Investitionsvolumen von über 400 Millionen Schilling ausgelöst. Neu sind außerdem zwei kleinere Förderaktionen auf dem Energiesektor: eine für die thermische Gebäudesanierung bei Beherbergungsbetrieben und Heimen und eine zur Umsetzung von Energiebranchenkonzepten in Tischlereien und im Lebensmitteleinzelhandel.

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