Wittmann reformiert die Kunstpolitik

Künstler entscheiden selbst - Staatssekretär steht zum Stiftungs-Modell für Förderung

Wien (OTS) - Kunst-Staatssekretär Peter Wittmann gibt Teilen der Kunstpolitik eine neue Struktur. Wie er in einem Interview für die morgen (Donnerstag) erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins News bekanntgibt, werden in einschlägigen Fragen ab sofort die Interessenvertreter jeder Sparte zu Arbeitsgruppen zusammengefaßt. Sie sollen die Willenslage ihrer Mitglieder erfragen und dann spartenspezifische Vorschläge unterbreiten, die vom Kanzleramt finalisiert werden.

Schon bis Mitte Dezember sollen, so News, auf diese Weise Ansätze in den Fragen der Reform der Kunstförderung und der auf 2000 verschobenen Künstlersozialversicherung gefunden werden.

Wittmann in News zur Kunstförderung: "Wir wollen für jede Sparte spezifische, auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Vergabemodalitäten finden. Bisher wurde ja mehr oder weniger über einen Kamm geschoren. Wir sagen also: Das Geld ist da, die Organisationsstruktur auch. Jetzt gebt euch die Spielregeln selber."

Für die Kunstförderung steht Wittmann nach wie vor zur Errichtung von Stiftungen, die das Geld vom Staat bekommen. Dies sei, so Wittmann zu News, auch eine Absicherung für die Zukunft: "Der Staat könnte ja jederzeit sagen: Ich gebe keine Förderungsmittel mehr. Aber über eine Stiftung oder, wie bei den Bundestheatern, eine Ges. m. b. H., müssen Sie erst ein Konkursverfahren mit juristisch komplizierten Haftungen eröffnen. Das britische 'Art Council' hat Jahre der konservativen Regierung überlebt."

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Heinz Sichrovsky

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