GRUBER : JUNGÄRZTEVORSCHLAG PRÖLLS GEFÄHRDET EIGENE

150 Ärztedienstellen müßten EU-weit ausgeschrieben werden

St. Pölten (SPI) Der heutige Vorschlag Prölls, die Arbeitszeitprobleme der Spitalsärzte mit der Neuaufnahme von 150 Jungärzten zu lösen, die die Ärzte durch die Übernahme von deren Überstunden und Wochenenddiensten entlasten sollen, weist eine gewisse Distanz zur Realität in den Spitälern und der Rechtslage in der EU auf. Denn die 150 Dienstposten müßten EU-weit ausgeschrieben werden und niemand weiß, ob unsere derzeit in Ausbildung befindlichen oder schon fertigen Ärzte zum Zug kommen würden, stellte Mittwoch der Gesundheitssprecher der SPÖ-NÖ, Landtagsabgeordneter Karl Gruber, klar. Mit dem generellen
Streichen von Überstunden würde ein gewaltiger Einkommensverlust der derzeitigen erfahrenen Ärzte einhergehen, ohne daß damit unseren Jungärzten gedient wäre, warnte Gruber.

Im Unterschied zu der verantwortungsbewußten Vorgangsweise
von Landesrat Ewald Wagner besteht die Qualität von Prölls verzichtbarem Einwurf einzig und allein darin, auch etwas gesagt
zu haben. "Sich selbst auf diesem Niveau in derart heikle Verhandlungen hineinzureklamieren und dies zu einem Zeitpunkt, wo sich eine mögliche Einigung abzeichnet, läßt Schlüsse auf die politische Kultur des Landeshauptmannes zu, soferne diese
überhaupt als solche bezeichnet werden kann". Für die medizinische Versorgung der Niederösterreicher wäre es jedenfalls besser, wenn sich der Landeshauptmann weiterhin auf das "fünfzentimeterweise" Eröffnen von Güterwegen,oder ähnlich bedeutungsschwangere Akte für die Zukunft des Landes beschränken würde, schloß Gruber. (Schluß)nk/ns

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