Wieder Aufwind für Exporte in die Schweiz

Schweizerische Wirtschaft erholt sich nach langer Flaute - Die "EU-Insel" trifft intensive Euro-Vorbereitungen

Wien (PWK) - Die schweizerische Wirtschaft zeigt nach mehrjähriger Stagnation Anzeichen von Erholung, meldet Handelsdelegierter Erich Dix aus Zürich. Für 1997 werde erstmals wieder ein leichtes BIP-Wachstum erwartet, das sich im nächsten Jahr verstärkt fortsetzen soll. Auf dem Konsummarkt herrsche nach den "mageren Jahren" nun wieder deutlich Nachholbedarf. Für den österreichisch-schweizerischen Außenhandel, der erfahrungsgemäß sehr konjunkturabhängig ist, lasse diese Entwicklung günstige Prognosen zu. ****

Im ersten Halbjahr 1997 sind die österreichischen Exporte gegenüber der Vorjahresperiode laut ÖSTAT um 10 Prozent auf 16,2 Mrd.S angewachsen. In dieser Zahl sind allerdings im Rahmen des Veredelungsverkehrs mit der Schweiz außerordentliche Goldlieferungen in Höhe von 1,3 Mrd.S enthalten, erklärt Dix. Nach Bereinigung um diesen Betrag verbleibe aber immer noch eine erfreuliche Exportzunahme von fast sechs Prozent.

Hauptträger des Exportzuwachses im laufenden Jahr sind chemische Produkte (vor allem Pharmazeutika) und Nahrungsmittel, analysiert Dix. Auffallend die starken Zunahmen bei Fleisch und bei alkoholfreien Getränken. Gut schneiden Meßinstrumente und Bijouteriewaren ab. Die wichtigste Exportposition - Maschinen -stagniert allerdings nach wie vor, die Fahrzeuglieferungen gehen weiter zurück.

Österreichs Importe aus der Schweiz stiegen laut ÖSTAT im ersten Halbjahr 1997 um sechs Prozent an. "Goldbereinigt" betrug der Zuwachs allerdings nur rund einen Prozent (Dix). Eine steigende Tendenz ist bei Maschinen- und Papierimporten festzustellen.

Die Schweiz ist weltweit Österreichs drittwichtigster Handelspartner (nach Deutschland und Italien). Die bilaterale Handelsbilanz weist traditionell ein beachtliches Aktivum zugunsten Österreichs aus. 1996

lagen die österreichischen Exporte bei 30 Mrd.S, die Importe bei knapp 25 Mrd.S.

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Dr. Ernst Huber

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