Wien: - Eine warme Suppe und ein Stück Brot: Grazer Rotkreuz- Helfer nach Banja Luka. Eine warme Suppe und ein Stück Brot täglich - davon leben 17.000

Menschen in der Region Banja Luka in Nordbosnien. Ohne die Rotkreuz-Hilfe hätten sie auch das nicht mehr. Mag. Klaus Kapper (29) aus Graz wird ab 13. November das Suppenküchen-Projekt des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK) in der Region Banja Luka, Nordbosnien, mitbetreuen. Geleitet wird das Programm von Uschi Schöll, einer Krankenschwester des ÖRK. 17.000 Menschen aus der Region Banja Luka werden noch immer aus 15 Suppenküchen des Roten Kreuzes versorgt. Sie erhalten Tag für Tag einen halben Liter
Suppe und ein Viertelkilo Brot. Die Mittel für das Programm
stammen aus zweckgewidmeten Spenden an das Rote Kreuz und vom Europäischen Amt für Humanitäre Hilfe (European Community Humanitarian Office, ECHO).

Suppenküchen gelten als ein Indikator dafür, daß die Menschen buchstäblich nichts mehr haben, und so ist es auch um Banja Luka:
In der Republika Srpska bemerkt man vom Wiederaufbau keine Spur.
Die Menschen sind auch im herannahenden zweiten Friedenswinter unbeschreiblich arm. Die ÖRK-Hilfe beschränkt sich auf die Ärmsten der Armen: Kinder unter 14 Jahren, deren Familien nicht für sie sorgen können, alleinstehende alte Menschen über 65 Jahre und Behinderte. Ohne die Rotkreuz-Hilfe aus Österreich hilft ihnen niemand mehr.

Das Rotkreuz-Programm wird zumindest über den Winter weiterlaufen, auch, wenn die Mittel dafür langsam ausgehen. Das Österreichische Rote Kreuz bittet daher weiterhin um Spenden auf das Konto PSK 2.345.000, Kennwort äSuppenküchen".

Rückfragenhinweis: ÖRK/Pressestelle

Mag. Robert Dempfer
Tel.(0222)58900-153
12. November 1997

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