Erster europäischer Aktionstag für Sozialarbeit

12. November 1997

Wien (OTS) - Die europäischen Berufsverbände der SozialarbeiterInnen halten am 12.11.1997 ihren ersten Aktionstag für Szialarbeit ab.

Europa muss den Notleidenden entgegengehen

"Der Ausschluß einer bedeutenden Zahl von Menschen von den materiellen Errungenschaften der Gemeinschaft bedroht die Stabilität Europas und behindert die wirtschaftliche Entwicklung" sagt Ellis Walsh, Präsidentin der europäischen Berufsvereinigung. Ihre Kollegin Eila Malmström, die das Verbindungsteam zur Europäischen Union (EU) leitet, fügt hinzu: "Für die Zukunft der europäischen Einigung werden Maßnahmen gegen den sozialen Ausschluß genauso wichtig sein wie die Einführung der gemeinsamen Währung. Menschen zählen mehr als Geld!"

Erster Aktionstag der europäischen Sozialarbeit

Der Internationale Berufsverband der SozialarbeiterInnen Europas (IFSW-Europa) lenkt am Mittwoch, dem 12. November 1997 die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf das Problem der sozialen Ausgrenzung. In ganz Europa organisieren Verbände in 35 Staaten mit mehr als 140.000 Mitgliedern kleine und große Veranstaltungen, um die Bemühungen der SozialarbeiterInnen gegen soziale Ausgrenzung zu unterstreichen.

Projekt gegen soziale Ausgrenzung

IFSW-Europa veröffentlicht einen von der EU finanzierten Forschungsbericht, der den unentbehrlichen Beitrag der Sozialarbeit für die Förderung der sozialen Integration aufzeigt. Der Projektbericht, der von der Direktorin einer österreichischen Akademie für Sozialarbeit, Mag.Dr. Monika Vyslouzil, verfaßt wurde, präsentiert Beispiele wirksamer und einfallsreicher Sozialarbeit. Soziale Ausgrenzung geschieht nicht nur durch Arbeitslosigkeit, sondern auch durch die Isolation geistig und körperlich Behinderter sowie durch die Probleme Alleinerziehender.

SozialarbeiterInnen arbeiten mit den einzelnen Betroffenen. Sie haben nachgewiesen, daß es durch eine ausreichende Zahl von qualifizierten MitarbeiterInnen und die notwendigen finanziellen Mittel, durch persönliches Engagement und zielorientiertes Handeln möglich ist, ausgegrenzte Menschen zu befähigen, ein ausgewogeneres und produktiveres Leben zu führen.

Für weitere Informationen

über Sozialarbeit, den Forschungsbericht und das Projekt gegen soziale Ausgrenzung wenden Sie sich bitte an:

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Berufsverband Diplomierter SozialarbeiterInnen
1060 Wien, Mariahilferstraße 81/1/14
Tel.: 01/587 46 56

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