Dirnberger: Längere Öffnungszeiten nur mit höheren Stundenlöhnen

Äußerungen des Handelsforschers Pock richten sich gegen Frauen im Handel

Wien (OTS) - Wenn die Konsumenten angeblich nach noch längeren Einkaufszeiten verlangen, wie das der Handelsforscher Pock behauptet, dann muß diese Mehrleistung der Handelsangestellten dem Handel auch etwas wert sein. Das stellte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) fest.

Besonders verwundert ist Dirnberger über die Aussage Pocks (Salzburger Nachrichten vom 11.11.1997): "Es ist nicht einzusehen, daß innerhalb der Normalarbeitszeit von 38 Stunden Zuschläge gezahlt werden müssen, wenn nach 18 Uhr gearbeitet wird". Dirnberger: "Arbeit nach 18 Uhr ist eine besondere Belastung und muß daher besser als Arbeit am Tag bezahlt werden. Da im Handel vorwiegend Frauen und Mütter tätig sind, sind längere Öffnungszeiten für diese auch eine besondere familiäre Belastung, so zum Beispiel die Kinderbetreuung. Das gilt es gesellschaftspolitisch anzuerkennen und entsprechend durch Mehr-Bezahlung zu honorieren."

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AK-Vizepräsident A.Dirnberger

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