Exportfaktor Tourismus pocht auf Regierungsoffensive

Tourismusleistungen breit gestreut über das ganze Land - Kröll gibt wachsendem Unmut in der Branche Ausdruck

Wien (PWK) - Der Tourismus ist nach der Industrie Österreichs wichtigster Exportzweig. 150 Milliarden Schilling an Deviseneinnahmen pro Jahr stellen einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. In einzelnen Bundesländern ist die Exportquote des Tourismus sogar höher als jene der Industrie, wie z.B. in Tirol, wo aus dem Ausländertourismus 70 und aus dem Export 50 Milliarden Schilling erlöst werden, stellt der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll, zur Diskussion um die "Tourismusmilliarde" fest. ****

Während zur Unterstützung des Exports erfreulicherweise Milliardenbeträge in Bewergung gesetzt werden, ist es um die Tourismusanliegen merkwürdig still. "Es hat den Anschein, als würde sich die Regierung einfach aus ihrer Verantwortung gegenüber den Beschäftigten in dieser Branche davonstehlen wollen. Es werden Kompetenzprobleme vorgeschoben, wobei doch der Bund gerade im Bereich der Privatwirtschaftsverwaltung eine Menge für den Fremdenverkehr tun könnte, von der Unterstützung geeigneter Reservierungssysteme bis zu Sonderaktionen der Österreich Werbung. Trotz aller berechtigter Anliegen hat die mit dem Rücken zur Wand kämpfende Tourismusbranche bis jetzt noch keinen Schilling gesehen", bringt Kröll die bisher enttäuschenden Reaktionen auf die Forderung nach der "Tourismusmilliarde" in Erinnerung.

Dabei kommt, so der Sektionsobmann, die touristische Wertschöpfung unmittelbar der Gesamtwirtschaft zugute. Als typische "Querschnittsmaterie" stützt der Fremdenverkehr zahlreiche andere Branchen ab, vom Handwerk über den Einzelhandel bis hin zu Transport und Landwirtschaft.

Als Dienstleistungsbranche hat der Tourismus einen überdurchschnittlich hohen Beschäftigungsmultiplikator. Jede Fremdenverkehrsoffensive ist damit auch eine erfolgreiche Arbeitsplatzoffensive, wie die Ergebnisse in anderen EU-Ländern gezeigt haben.

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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