Bartenstein: Verkehrsbelastungen haben in vielen Fällen das Limit erreicht

NGO-Treffen im Vorfeld der Wiener Umwelt- und Verkehrskonferenz

Wien (OTS) - "Die negativen Auswirkungen des Verkehrs auf
Gesundheit und Umwelt haben enorme Dimensionen und in vielen
Fällen das vertretbare Limit erreicht. International betrachtet entfernen sich die gegenwärtigen Verkehrstrends vom Gedanken der Nachhaltigkeit und bergen so hohe Risken für die Umwelt. Die Koppelung von Verkehrswachstum und Wirtschaftswachstum muß durchbrochen werden." Das erklärte Umweltminister Dr. Martin Bartenstein heute, Montag, beim Treffen von Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) im Vorfeld der am Mittwoch in Wien beginnenden europäischen Umwelt- und Verkehrskonferenz.

Pkw- und Lkw-Verkehr tragen in hohem Maß zur Luftverschmutzung und zur Bildung des bodennahen Ozons bei, so Bartenstein weiter. 1995 wurden in Österreich 61 % aller Stickoxid-Emissionen von Personen- und Lastkraftwagen ausgelöst. Mit einem Anteil von 30 % sei der Verkehr der größte Verursacher des Kohlendioxidausstoßes in Österreich. 65 bis 71 % der Lärmbelastungen würden von Pkw verursacht.

Benzolgehalt im Benzin wird ab 2000 EU-weit abgesenkt

Österreich unternehme daher große Anstrengungen, um die Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt zu verringern.
Bartenstein erinnerte an die Einführung strenger Abgaslimits und von bleifreiem Benzin in den achtziger Jahren. 1993 sei bleihältiges Benzin komplett verboten worden. Der Schwefel- und Benzingehalt von Treibstoffen liege in Österreich weit unter dem europäischen Durchschnitt. "Außerdem haben wir erreicht, daß ab dem Jahr 2000 der Benzolgehalt im Benzin in der gesamten EU auf 1
% limitiert wird", betonte der Minister.

Die dreitägige Konferenz in Wien, die am Mittwoch beginnt,
steht unter der Schirmherrschaft der UN-Wirtschaftskommission für Europa (ECE). Sie soll Strategien für ein umweltfreundlicheres europäisches Verkehrssystem und für die Heranführung der osteuropäischen Länder auf westeuropäische Umweltstandards skizzieren. Das heute stattfindende NGO-Forum, dessen Abhaltung
von Österreich vorgeschlagen wurde, soll der ECE-Konferenz ökologisch motivierte Impulse mit auf den Weg geben. Eingeladen wurden rund 350 europäische Umwelt-, Industrie- und Verkehrs-NGOs.

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