Gruber: Mariazellerbahn - attraktiver Tourismus mit Schwerpunkt Güterverkehr!

Neue Konzepte sollen Bestand weiter absichern

St. Pölten, (SPI) - "Ein attraktives Tourismusangebot und die Sicherung des Güterverkehrs sind vereinbar! Schon ein kurzer Blick über die Grenzen in die Schweiz zeigen hier viele funktionierende Beispiele. Was die Mariazellerbahn betrifft scheinen
ausgearbeitete Konzepte von Seiten der verantwortlichen
Bundesbahnen und des Landes Niederösterreich bis heute auf wenig Gegenliebe zu stoßen", stellt der St. Pöltner SP-Labg. Karl Gruber fest.****

Eine Bahn mit reinem Personenverkehr zu betreiben ist - aufgrund
der sehr hohen Infrastrukturkosten - nur in wirklichen Tourismus-Schwerpunktgebieten möglich. Bei der Mariazellerbahn, eine der schönsten Gebirgsstrecken Mitteleuropas, liegen die
Zukunftschancen eher in einer sinnvollen Kombination von Personen-und Güterverkehr. "Trotzdem scheinen die ÖBB und das Land NÖ kurzfristig die Zielsetzung zu verfolgen, den Güterverkehr auszudünnen bzw. ganz einzustellen. Für die Aufrechterhaltung des Personenverkehrs ein Damoklesschwert - denn die Kostensituation
wird sich weiter verschärfen und jenen Stimmen Vorschub leisten, welche die Bahn gänzlich einstellen wollen", so Gruber.

"Auch in Österreich scheint es derzeit wirtschaftlich und
politisch opertun zu werden, die Bahn auf ausschließliche Gewinnmaximierung und Kostenreduktion auszurichten. Die St.
Pöltner Sozialdemokraten weisen vor allem auf eine globale Betrachtungsweise hin - auf die Umwegrentabilität der Bahn in Sachen Umweltschutz, die wichtige Transportinfrastruktur und die notwendige Mobilität der ansässigen Bevölkerung. Wird der Güterverkehr eingestellt, sind nicht nur ansässige Betriebe dem LKW-Verkehr vollkommen ausgeliefert, es sind durchaus auch wirtschaftliche Einbußen zu befürchten. Den Anrainergemeinden blüht dann eine weitere Zunahme des Schwerverkehrs, welcher nicht nur die Lebensqualität beeinträchtigt, sondern auch gesundheitliche Gefährdungen nach sich zieht. Deshalb ist es höchste Zeit, daß sich die Verantwortlichen den zahlreichen Konzepten mit gegebener Ernsthaftigkeit widmen, um der Wirtschaft und der Bevölkerung sinnvolle Lösungen anzubieten", schloß Karl Gruber.
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