Schütz: Bei Landwirtschaftsförderung auch auf die KLEINEN Rücksicht nehmen!

Keine Verbesserung für Nebenerwerbsbauern in Sicht

St. Pölten, (SPI) - "Auf dem Förderungssektor müssen Nebenerwerbsbauern immer größere Verschlechterungen hinnehmen. Obwohl die Sozialdemokraten bereits seit Jahren versuchen, die Grenze bei der Investitionsförderung unter 2 ha zu belassen,
wurde dieser dringenden Forderung bis heute nicht Rechnung
getragen und die VP strebt weiter eine Anhebung dieser Grenze
an", kritisiert der Agrarsprecher der NÖ Sozialdemokraten, SP-Labg. Adolf Schütz. Hier wäre ein Gleichziehen mit der Regelung der Spezialkulturen anzustreben.****

Des weiteren wird es für kleinere Familienbetriebe immer schwieriger, als Vollerwerbsbetrieb zu gelten. Man muß 40
Stunden Wochenarbeit in der Landwirtschaft nachweisen, um als Vollerwerbsbetrieb zu gelten. Diese Grenze erhöht naturgemäß die Anzahl der Nebenerwerbsbauern, welche bereits etwa 2/3 der in
der Landwirtschaft Beschäftigten ausmachen. "Angesichts des weiteren Rückganges an bäuerlichen Betrieben sicher kein Signal, dieser problematischen Entwicklung entgegenzuwirken", stellt
Labg. Schütz fest.

Beim neuen Förderungsentwurf für landwirtschaftliche Betriebe
wird das Ungleichgewicht besonders augenscheinlich. Die
Einführung eines "Sockelbetrages" für "Kleinere", welchem der Arbeitskräftebesatz pro Hektar und Viehbestand zu Grunde liegt, benachteiligt die ohnehin mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfenden Klein- und Mittelbetriebe und bevorzugt über Gebühr die Großbetriebe und die industriell betriebene Landwirtschaft. "Diese Entwicklung geht eindeutig in die falsche Richtung.
Während die klein- und mittelbetriebliche Landwirtschaft immer
mehr in den Hintergrund gedrängt wird und immer mehr Bauern ans Aufgeben denken, erhalten die wirtschaftlich starken Betriebe
den größten Förderbrocken. Hier gilt der Auftrag an die Politik, diese Disharmonie im Sinne der Bauern, aber auch im Interesse Steuerzahler endlich zu beseitigen", so SP-Labg. Adolf Schütz abschließend.
(Schluß) fa

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